Rover SD1 – einfach (und) günstig

Rover ist eine Marke, die hier in Deutschland nicht an jeder Ecke anzutreffen ist. Und das war früher auch nicht besser. Ein gutes Beispiel ist der hier auf dem Foto gezeigte Rover. Diesen sah ich auf der diesjährigen Techno Classica 2012 und als erster Gedanke schoss mir die Zahl “3500” durch den Kopf. Das traf es auch fast, denn unter der Haube dieses speziellen Fahrzeugs werkelte tatsächlich ein V8 Motor mit 3,5 Litern Hubraum. Auf dem Schild stand allerdings folgender Name: Rover SD1 Vanden Plas EFi.

Rover SD1 Vanden Plas EFi vorne linksDie Bezeichnung SD1 ist dabei gar nicht so sehr der Modellname, sondern bezeichnet eher eine Modelllinie, die bereits in den 70er Jahren ihren Anfang nahm, was frühe Modelle bereits zu Oldtimern macht, ebenso wie der oben genannte Vanden Plas EFi aus dem Jahr 1985. Weitere Modellbezeichnungen des englischen Wagens der oberen Mittelklasse waren Rover Vitesse, Rover 2000 oder auch Rover V8-S (bei dem es sich aber um ein Sportmodell handelte).

Die Modellbezeichnungen mit Zahlen geben dabei immer den entsprechenden Hubraum an. Im Rover 2000 kam demnach ein Zweiliter-Reihenvierzylinder zum Einsatz, im 2300 ein Reihensechszylinder mit 2,3 Litern Hubraum, im 2600 eine Version mit 2,6 Litern. Die Spitzenmodell wiesen den erwähnten V8-Motor auf, der anfänglich mit Vergasen bestückt war und als EFi dann über eine elektronische Einspritzung verfügte.

Rover SD1 Vanden Plas EFi FrontDas war es aber auch an komplizierter Technik, denn von Anfang versuchte man, mit dem Rover SD1 über den im Vergleich zur Konkurrenz günstigeren Preis an Kunden zu gelangen. Dafür wurden die aufwändigen Konstruktionen des Vorgängers nicht übernommen. Stattdessen kam hinten eine Starrachse mit Trommelbremsen zum Einsatz, vorne gab es eine einfache Achse mit McPherson-Federbeinen.

Hier in Deutschland ist der Gebrauchtwagenmarkt heute durchaus überschaubar. Eine aktuelle Stichprobe im Internet förderte gerade einmal 6 Treffer zu Tage, von denen nur 4 hier, 2 Wagen aber im benachbarten Ausland standen. Die Preise reichten dabei bis maximal 12.500 Euro für ein gut erhaltenes Exemplar, begannen aber auch bei 1.150 Euro für ein Fahrzeug, das noch das ein oder andere Ersatzteil benötigt. Und genau das dürfte hier ein Problem werden.

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