Mazda RX-7 – Sportwagen mit Wankelmotor

Auf der Suche nach einem Fahrrad schritt ich vor geraumer Zeit von Schaufenster zu Schaufenster und staunte nicht schlecht, als ich versehentlich einen Laden zu weit gewandert war und dort zwar auch etwas Bereiftes sah, aber feststellen musste, dass es mehr als zwei Räder hatte. Es handelte sich um den hier – leider aufgrund der Spiegelung in schlechter Bildqualität – gezeigten Mazda RX-7 der zweiten Generation, die kurz FB genannt wird.

Mazda RX-7 FB im SchaufensterWährend die erste von 1978 bis 1981 gebaute Generation schon länger Status als Oldtimer erreicht hat, ist der von 1981 bis 1985 angebotene RX-7 FB mittlerweile auch in allen Baujahren H-Kennzeichen-fähig. Der Nachfolger, der intern FC genannt und bis 1991 gebaut wurde, ist aktuell noch ein Youngtimer.

Der FB war eigentlich “nur” eine überarbeitete Version der 1. Generation, die mit einem Facelift und einem stärkeren Motor daher kam. Der Wankelmotor des japanischen Sportwagens leistete nun 115 PS, was erst einmal nicht wirklich nach Sportwagen klingt. Aber bei dem geringen Gewicht des Mazda RX-7 von rund 1.050 kg und der guten Aerodynamik waren die Fahrleistungen mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 8,8 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h wirklich gut.

Mazda RX-7 SA22 vorne rechtsDer RX-7 der dritten Generation – intern FC genannt – war wesentlich moderner und verfügte nun in der Saugervariante über 150 PS. 1987 folgten Wankelmotoren mit Turboladern, die erst 180 und nach 1989 sogar 200 PS leisteten. Außerdem gab es nun auch eine Version als Cabriolet.

Leider ist Rost noch ein Thema, er zernagt Radläufe, Endspitzen und Türunterseiten. Bei den FC-Versionen ist bei den Saugern oft die Heizung defekt, die Reparatur ist verhältnismäßig teuer. Ebenso wie der Auspuff, der aber eigentlich recht lange hält. Nebenaggregate wie die Mazda RX-7 Lichtmaschine und die Wasserpumpe können aufgrund zu hoher Motordrehzahlen den Dienst quittieren.

Mazda RX-7 SA22 hinten rechtsDas Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist eher gering. Eine aktuelle Suche in einer Onlinebörse brachte als Ergebnis gerade einmal rund 46 Treffer inklusive der neueren, hier nicht beschriebenen Versionen. Zwar beginnen die Preise schon bei zirka 1.000 Euro, der Zustand der Fahrzeuge ist dann aber auch entsprechend schlecht und / oder die Fahrleistung ist hoch. Die Preisspirale endete bei traumhaften 19.800 Euro für ein spätes Cabriolet mit Turbomotor und geringer Laufleistung. Da heißt es jetzt noch schnell zuschlagen, denn günstiger werden die Mazda RX-7 wohl nicht mehr.

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