Toyota 2000GT – kein Jaguar E-Type-Klon

Toyota ist zumindest hier in Deutschland keine Marke, die einem als erstes in den Sinn kommt, wenn man an Oldtimer denkt. Dies liegt sicherlich daran, dass Toyota auf dem hiesigen Markt noch gar nicht so lang zu Gange ist wie andere Hersteller und sicherlich auch daran, dass es einerseits in den Augen der Deutschen kaum sammelnswerte Klassiker aus dem Hause Toyota gibt, andererseits alte Modelle hier auch weitestgehend ausgestorben sind.

Toyota 2000GTDabei gibt es auch japanische Klassiker, die bei Sammlern Spitzenpreise erzielen. Einer davon ist der Toyota 2000GT (manchen Ortes liest man die Modellbezeichnung auch mit Leerschritt, also Toyota 2000 GT). Der Wagen wurde auf dem Autosalon 2012 in Genf gezeigt. Wer sich nun wundert, warum Toyota auf einer Neuwagenmesse Oldtimer zeigt: es ging um die Präsentation des damals neuen Toyota GT86 – ein neuer Sportwagen, der wieder ein GT im Namen trägt. Man wollte hier seitens Toyota also an Traditionen anknüpfen und hat daher einen neuen und einen alten Sportwagen, eben den 2000GT, ausgestellt – passenderweise beide Fahrzeuge in weiß.

Der Toyota 2000GT wird, wie weiter oben erwähnt, zu recht hohen Preisen gehandelt, da gerade einmal 337 bis 351 Stück gebaut wurden (die Zahlen variieren hier je nach Quelle). Wesentlich weniger werden auf jeden Fall bis heute überlebt haben und gerade hier in Deutschland ist ein 2000GT sehr selten. Eine aktuelle Suche in einer bekannten Onlinebörse für Fahrzeuge bestätigt dies mit keinem einzigen Treffer.

Von 1967 bis 1970 wurde der Toyota 2000GT gebaut und galt als erster ernstzunehmender Sportwagen mit Sammlercharakter aus Japan. Präsentiert wurde er schon 1965 auf der Tokyo Motor Show und galt anfänglich noch als Kopie eines Jaguar E-Types. Dennoch etablierte sich der bei Yamaha gebaute Wagen schnell als eigenständiges Modell, dass lediglich optische Ähnlichkeiten zum englischen Sportwagen aufwies.

Unter der Haube des auf einem Zentralrohrrahmen gebauten Sportwagens werkelte ein Reihensechszylinder mit einem Hubraum von zwei Litern, wie es die Modellbezeichnung schon erahnen lässt. Der Motor leistete 150 PS, die per Schaltgetriebe mit 5 Gängen an die angetriebenen Hinterräder übertragen wurden. Das reichte, um den rund 1,1 Tonnen leichten Wagen auf rund 220 km/h zu beschleunigen.

Wem der Wagen irgendwie bekannt vorkommt: eine Cabrioversion, die es nie serienmäßig gegeben hat, spielte in einem Bond-Film mit.

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