Austin-Healey Sprite – das Froschauge

Bei allen Oldtimer-Rallyes auf diesem Planeten gibt es immer eine ganze Armada an britischen Roadstern im Teilnehmerfeld. Für mich als Laien in Sachen englischer Automobile fällt eine Unterscheidung dabei häufig schwer. Doch es gibt auch in dieser Szene Ausnahmen, besonders markante Fahrzeuge, die sogar ich erkenne. Eines davon ist der hier gezeigte Austin-Healey Sprite. Den Modellnamen hätte ich gar nicht so auf Anhieb gewusst, den Spitznamen aber schon: Frogeye oder auf deutsch Froschauge. Den bekam der Sprite in seiner ersten Baureihe (Mark 1 oder auch Mk I oder MKI geschrieben) aufgrund der eng zusammenstehenden Scheinwerfer.

Austin-Healey Sprite Mark 1 FrontDie gesamte Front wirkt, als sei es die Vorlage für ein freundliches Comicauto mit Augen und einem lachenden Mund – so zumindest wirkt der Kühlergrill. Der Wagen sieht von vorne einfach freundlich aus. Leider wurde bereits bei der zweiten Auflage die gesamte Karosserie überarbeitet und die Scheinwerfer waren an ihrem normalen Platz in den Kotflügeln zu finden.

Austin-Healey Sprite Mark 1 SeiteDoch zurück zur ersten Generation. Der kleine nur 3,48 Meter kurze Roadster beherbergte unter seine Haube den Motor und das Getriebe aus der Austin A35 Limousine. Das Aggregat hatte einen Hubraum von 948 ccm und leistete rund 44 PS wobei hier die Angaben je nach Quelle immer um ein ein bis zwei PS aufgrund der Maßeinheiten und Umrechnungen variieren. Bei dem hier auf den Bildern zu sehenden Wagen aus dem Baujahr 1960 wurde eine Leistung von 42 PS angegeben. Diese war ausreichend, um den nur rund 650 kg leichten Briten auf zirka 133 km/h Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen, wie ein Test aus dem Erscheinungsjahr 1958 belegt. Die Bauzeit war mit vier Jahren von 1958 bis 1961 eher gering.

Austin-Healey Sprite Mark 1 HeckBaugruppen wie beispielsweise die Lenkung und die Bremse stammten aus dem Morris Minor. Diese Verwendung von Teilen aus der “Großserie” wirkte sich positiv auf den damaligen Neuwagenpreis aus und erleichtert heutzutage die Suche nach Ersatzteilen für den britischen Klassiker. Der Wagen mit dem bekannten Gesicht ist gebraucht übrigens ab rund 5.000 Euro zu bekommen, wobei der Preis natürlich stark vom Zustand abhängt. Preise bis 25.000 Euro sind keine Seltenheit, alles darüber scheint aber eher Träumerei zu sein.

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