Mazda 626 (Typ GD) – ein Gewinnertyp kommt in die Jahre

Er hat als erster Japaner etwas fast schon unvorstellbares geschafft, denn tatsächlich ging der Mazda 626 der dritten Generation 1987 aus einem Vergleichstest einer renommierten deutschen Automobilzeitschrift als Gewinner hervor – eine Premiere, die bis dahin keinem japanischen Fahrzeug gelungen war. Und es war auch deutsche Konkurrenz am Start, falls jetzt Zweifel in diese Richtung aufkommen sollten.

Mazda 626 III Typ GD StufenheckDer Mazda 626 der dritten Generation scheint wirklich gut gewesen zu sein, denn eine Zeit lang war er sogar das meistverkaufte Importfahrzeug überhaupt und war hierzulande in der Mittelklasse die erfolgreichste Baureihe. Der intern Typ GD bezeichnete Wagen war in diversen Karosserievarianten erhältlich: neben dem klassischen Stufenheck gab es auch eine Schräghecklimousine, ein Coupé und ab 1988, also im Folgejahr nach der Präsentation, auch einen Kombi, der aber eine Sonderrolle einnimmt, da der Mazda 626 zwar eigentlich 1992 vom Nachfolger abgelöst wurde, der Mazda 626 Kombi aber weitergebaut wurde und somit auch die vierte Generation komplett überstand.

Unter der Haube des Mazda 626 werkelten wieder die bekannten Zweilitermotoren, die bei den Benzinern je nach verwendeter Technik und Version zwischen 90 und 140 PS leisteten, beim einzig angebotenen Diesel gerade einmal auf bescheidene 60 PS kamen. Außerdem gab es noch einen Benziner mit einem Hubraum von 2,2 Litern, der 115 PS an die Antriebsräder abgab. Ab 1990 gab es auch einen Allradvariante. Die Kraftübertragung erfolgte mittels Schaltgetriebe mit fünf Gängen oder optional per 4-Stufen-Automatik.

Ob der Mazda 626 das Zeug zum richtigen Youngtimer hat, liegt an den Fans. Der Bauzeit von 1987 bis 1992 nach passt er sicherlich in die Definition, hat aber hierzulande nicht wirklich den Kultstatus wie andere Fahrzeuge aus den 80er Jahren. Außerdem ist das Angebot mittlerweile recht gering, die meisten Fahrzeuge scheinen ausgestorben zu sein. Dabei sind Mängel meistens nur altersbedingt, typische Schwachstellen hat der Mazda 626 kaum. Vielleicht seien an dieser Stelle die Türdichtungen erwähnt, die gerne mal undicht werden. Der TÜV bemängelte vor etlichen Jahren bereits die Antriebswellen überdurchschnittlich oft und auch die Bremsscheiben wollen häufiger als bei anderen Fahrzeugen gewechselt werden. Vielleicht hat er dennoch das Zeug zum Klassiker und bald dürfen die frühen Baujahre schon mit einer Oldtimerzulassung bewegt werden. Unglaublich, wenn man diese Fahrzeuge ganz normal im Verkehrsalltag mitbekommen hat.

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