Allard Palm Beach – Roadster nun ohne V8-Motor

Allard war nach dem Sieg 1952 bei der Rallye Monte Carlo mit seinem Allard P.1 Coupé sicherlich kein Unbekannter mehr. Und im gleichen Jahr wich man vom gewohnten Schema ab, in Roadster nur große V8-Motoren (gerne aus dem Hause Cadillac) zu pflanzen. Man schielte auf den US-Markt, wo man sich in der Vergangenheit schon gut positioniert hatte, sich Fahrzeuge wie der kleine Austin Healey 100 sehr gut verkauften und natürlich wollte man ein Stück dieses Kuchens abbekommen.

Allard Palm Bech Mk I Front und SeiteSo saß die neu gestaltete Karosserie, die mit ihrem ovalen Kühlergrill und der einteiligen Windschutzscheibe in vielerlei Hinsicht einem klassischen Roadster der 50er Jahre von der britischen Insel entsprach auf einem Rohrrahmen mit kürzerem Radstand, als er bisher zum Einsatz kam. Unter der Haube kamen Motoren aus britischen Ford-Modellen zum Einsatz. Aus dem Ford Consul kam ein Reihenvierzylinder mit einem Hubraum von 1508 ccm. Dieser leistete 47 PS und hatte nur rund 840 kg Leergewicht zu bewegen. Die Alternative war ein Reihensechszylinder aus dem Ford Zephyr, der aus 2.262 ccm immerhin 68 PS schöpfte.

1956 wurde der bis dato gebaute Allard Palm Beach Mk I dann durch den Mk II ersetzt, der nun mit modifizierten Design an den Start ging und jetzt auch mit größeren Motoren zu bekommen war. Neben dem Sechszylinder aus dem Jaguar XK mit 3.442 ccm Hubraum und einer entsprechend geänderten Aufhängung sollen auch V8-Motoren aus dem Hause Chrysler im Angebot gewesen sein.

Allard Palm Bech Mk I innen gesamtLeider waren die Verkaufszahlen mehr als ernüchternd. Von den Mark II Modellen wurden gerade einmal 7 Stück gebaut, vom Allard Palm Beach mit 1,5 Liter Motor nur 8 Stück. Die meisten Modelle hatten den 2,2 Litre Motor, ganze 65 Stück wurden davon gebaut, was demnach einer Gesamtproduktionszahl von nur 80 Stück entspricht. Und das in einer Bauzeit von 1952 bis 1959, also immerhin 8 Jahren. Letztendlich besiegelten die schwachen Verkaufszahlen des Palm Beach auch das Ende von Allard, der nie zu den großen Autoherstellern gehörte und Anfang der 60er Jahre seine Tore schloss.

Weitere Bilder des hier gezeigten Allard Palm Beach MK I findet ihr in der nachfolgenden Galerie:

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