Aston Martin Lagonda – viertüriger Youngtimer des Sportwagenbauers

Der britische Autohersteller Aston Martin ist vor allen Dingen für zwei Dinge bekannt: den klassischen silberfarbenen Aston Martin DB5 aus den James Bond-Filmen und aktuelle Sportwagen die eigentlich maximal als 2+2-Sitzer ausgelegt sind und natürlich nur über zwei Türen verfügen. Doch Aston Martin hatte bereits von Anfang an immer mal wieder viertürige Limousinen im Angebot wie aktuell auch mit dem Aston Martin Rapide.

Aston Martin LagondaDer Aston Martin Lagonda ist ein typisch eckiger Vertreter dieser Limousinen der Oberklasse. Das kantige Design entstammt den siebziger Jahren und fällt vor allem durch das schmale Scheinwerferband an der Front und den in zwei von drei Serien verwandten Klappscheinwerfern extrem auf. Während die ersten seit 1976 gebauten Lagondas bereits Oldtimer sind, gelten die meisten der bis 1989 gebauten Fahrzeuge noch als Youngtimer.

Wem Lagonda als Name bekannt vorkommt: es gab mal eine Firma Lagonda, die ebenfalls Sportwagen baute, aber nach dem zweiten Weltkrieg von David Brown übernommen wurde. Und so gab es schon recht früh Limousinen mit dem Namen Lagonda. Der hier gezeigte Lagonda war dabei sicherlich ein Prunkstück, dass mit seinen rund 5,30 m Länge schon Eindruck schindete. Ebenso wie das immense Leergewicht des Wagens von zirka 2,1 Tonnen.

Um dieses der Marke Aston Martin entsprechend flott voranzutreiben, verrichtete weit unter der langen Haube zurückversetzt ein V8-Motor seinen Dienst, der aus seinen 5,3 Litern Hubraum anfänglich 280 PS schöpfte. Diese reichten immerhin aus, um die schwere Lagonda Limousine auf 230 km/h beschleunigten. Im Laufe der Jahre beziehungsweise Serien wurde die Leistung zweimal nach oben korrigiert. In der Serie 3 zum Beispiel durch den Einsatz einer Benzineinspritzung. Eine Dreigangautomatik von Chrysler übertrug die Kraft an die angetriebenen Hinterräder.

Heute sind diese Fahrzeuge sehr selten, eine aktuelle Suche in einer Onlinegebrauchtwagenbörse brachte gerade einmal 13 Treffer zu Tage, von denen allerdings nur 7 Lagonda in Deutschland standen. Die Preise begannen dabei bei rund 30.000 Euro, die Obergrenze lag bei aufgerufenen 85.000 Euro. Zwar fährt man damit sicherlich nicht den beliebtesten Aston Martin, dafür aber definitiv einen der ausgefallensten Wagen des Sportwagenherstellers.

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