Renault Alpine A110 Berlinette 1600 SX

1961 kam die (Renault) Alpine A110 als Nachfolger des A108 auf den Markt und wurde bis 1977 gebaut, obwohl deren Nachfolger A310 bereits ab 1971 angeboten und dann die folgenden Jahre parallel gebaut wurde. Der französische Sportwagen, der auch Berlinette genannt wurde – wie es auch auf dem Heck des hier gezeigten Wagens mit der Aufschrift “Alpine Renault berlinette 1600 SX” zu lesen ist -, wies aufgrund seiner Kunststoffkarosserie nur ein sehr geringes Leergewicht von rund 600 bis 700 kg auf, so dass mit den unterschiedlichen recht kleinen Renault-Motoren mit einem Hubraum von 1 bis 1,6 Litern und Leistungen zwischen 48 und 140 PS teils erstaunliche Fahrleistungen möglich waren.

Renault Alpine A110 Berlinette 1600 SX vorne rechtsLeider bot so aufgrund ihrer kompakten Maße von rund 3,85 m Länge und einer Höhe von durchschnittlich 1,12 m eher kleingewachsenen Fahrern Platz. Außerdem hat die Französin den Ruf, nicht sonderlich zuverlässig zu sein. So ganz kann das nicht stimmen, wie diverse Rennerfolge belegen. Dennoch ist das Thema A110 kein leichtes. Es gab Mängel bei der Verarbeitung im Innenraum. Außerdem gab es dort Wasser, das seinen Weg von draußen herein fand. Die Elektrik gilt als “abenteuerlich” und kann für Probleme sorgen. Eine Art Schwachstelle, aber kein richtiger Mangel an sich, ist der enge Motorraum, der Wartungsarbeiten nicht gerade zur Freude werden lässt.

Zu den wirklichen Schwachstellen zählen die Rahmenausläufer und Rohre, auf denen die Plastikkarosse sitzt. Diese können rosten und sorgen so für entsprechenden Ärger. Leider sind diese Stellen nicht leicht zu finden, was eine Begutachtung eher erschwert. Die Hardyscheibe der Renault Alpine-Lenkung sollte in puncto Verschleiß genauestens beäugt werden, ebenso die Achsbuchsen.

Renault Alpine A110 Berlinette 1600 SX hinten rechtsDer Kauf einer Renault Alpine A110 ist eh kein einfacher, denn viele Fahrzeuge befinden sich nicht mehr im Originalzustand, wurden teils wild getunt und optisch verschandelt. Außerdem gab es zwischen 1967 und 1971 rund 3.500 bulgarische Lizenzbauten. Die Ersatzteillage ist relativ entspannt, nachgefertigte Teile weisen aber unter Umständen nur eine mindere Qualität auf. Originalteile sind selten und in manchen Fällen wie zum Beispiel Teilen für die Gordini – Motoren sehr teuer. Ansonsten halten sich die Kosten aber in einem für das Alter typischen Rahmen.

Weitere Bilder zur Renault Alpine A110 findet ihr hier:

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