Jaguar C-Type – die Rennversion des Jaguar XK 120

Liest man Jaguar C-Type, könnte man auf die Idee kommen, der Autor habe sich vertan und wollte über den klassischen und vor allen Dingen allseits bekannten Jaguar E-Type schreiben. Doch es handelt sich tatsächlich nicht um einen Schreibfehler, sondern um eine eigentlich falsche Modellbezeichnung. Richtig heißt der C-Type nämlich Jaguar XK 120 C, wobei das “C” in diesem Fall für Competition, also auf deutsch Wettbewerb, steht.

Jaguar C-Type XK 120 C Seite und HeckDas zeigt auch gleich, von wem die Rennversion abstammt: vom Jaguar XK 120, über den ich hier im Blog kürzlich auch schon geschrieben hatte. Obwohl der C-Type, wie er dann meistens genannt wurde, für den Rennbetrieb konzipiert war, was an der kleineren Windschutzscheibe oder den alternativ verwendeten kleinen Einzelscheiben vor den beiden Sitzplätzen und weiterer Details wie zum Beispiel dem Fehlen der Stoßstangen zu erkennen ist, waren viele davon mit einer Straßenzulassung versehen. Das war notwendig, da viele Fahrzeuge auf eigener Achse zu den Rennveranstaltungen anreisten.

Jaguar C-Type XK 120 C Fahrersitz1951 wurde der Jaguar C-Type das erste Mal auf der Rennstrecke eingesetzt und konnte beim 24-Stunden Rennen in Le Mans sofort einen Sieg einfahren. Der verbesserte Motor aus dem XK 120 schöpfte im C-Type 200 bhp aus 3.442 ccm. Die verhalfen dem Wagen zu Spitzengeschwindigkeit von rund 230 km/h. Zur Verzögerung kamen vier Trommelbremsen zum Einsatz. Im Laufe der Jahre stieg die Leistung des C-Type an. Veränderungen an der Karosserie wurden vorgenommen, um weiterhin mit der Konkurrenz mithalten zu können. Um der jährlich steigenden Leistung gerecht zu werden, kamen 1953 schon vereinzelt Scheibenbremsen zum Einsatz, da die erwähnten Trommelbremsen mit der Leistung überfordert waren.

Jaguar C-Type XK 120 C Cockpit1954 wurde der C-Type dann konsequenterweise durch den D-Type abgelöst. Bis dahin waren 53 Jaguar C-Type, sowie ein Übergangsprototyp auf einem C-Type-Gitterrohrrahmen entstanden. Heute ist es nicht ganz so leicht einen dieser Wagen zu erstehen, denn es gibt auch Repliken der Originalfahrzeuge, was dann aber am Preisunterschied doch recht leicht zu erkennen ist. Der hier gezeigte Wagen aus dem Jahr 1953 ist wohl echt und schöpft nach Angaben des Besitzers 270 PS aus dem 3,5 Liter Sechszylinder.

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