Jaguar XK 120 – mehr als nur eine Hülle für den Motor

Tatsächlich handelte es sich bei dem 1948 präsentierten XK 120 ursprünglich nur um eine Ersatzlösung, um den neuen Motor aus dem Hause Jaguar nach dem zweiten Weltkrieg präsentieren zu können, da das Auto, für das er bestimmt war, noch nicht fertig war. In Kleinserie sollte der Jaguar XK 120 ab 1948 dann gebaut werden. Doch der offene Zweisitzer (ein Grund, warum der Wagen auch Jaguar XK 120 OTS [Abkürzung für Open Two Seater] genannt wurde) fand so großen Anklang, dass die Produktion im Laufe der Jahre vergrößert werden und vor allen Dingen die Bauart geändert werden musste. So wechselte man 1950 von der bis dato verwandten auf einen Holzrahmen montierten Aluminiumkarosserie zu einer in der Form identischen Stahlblechversion.

Jaguar XK 120 FrontDie Form war atemberaubend und modern, die Scheinwerfer beispielsweise nicht mehr wie vom Vorgänger bekannt aufgesetzt, sondern in die Karosserie integriert. Unter der langen Haube verrichtete ein Reihensechszylinder seinen Dienst, der aus einem Hubraum von 3.442 ccm eine Leistung von 160 PS schöpfte. Die Kraftübertragung erfolgte mittels Viergangschaltgetriebe an die angetriebenen Hinterräder. Die Leistung genügte dem Jaguar, um eine Spitzengeschwindigkeit von gut 200 km/h zu erreichen.

Ab 1951 gab es die Version als Coupé namens Jaguar XK 120 FHC (Fixed Head Coupé), die bis zu ihrer Einstellung 1954 immerhin 2.678 mal gebaut wurde. Trotz gleicher Motorisierung erreichte das Coupé “nur” eine Endgeschwindigkeit von 194 km/h. Im gleichen Jahr gab es auch den Jaguar XK 120 SE, was für Special Equipment stand und unter anderem einen stärkeren Motor mit 180 PS mit sich brachte. 1953 kam noch der Jaguar XK 120 DHC (Drop Head Coupé) dazu, der als Cabriolet über ein gefüttertes Stoffdach verfügte. Diesen gab es ebenfalls mit beiden Motorisierungen, aber er wurde nur ein Jahr lang gebaut. Eine Rennversion gab es ebenfalls. 1954 wurde XK 120 dann von seinem Nachfolger abgelöst.

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