Maserati Merak – die dreizackige Einstiegsdroge

Da die Konkurrenz mit schwächer motorisierten Fahrzeugen den Einstieg in ihre Marke mehr als erfolgreich möglich machten, ging man auch bei Maserati diesen Schritt und bot mit dem Merak ab 1973 neben dem äußerst potenten Bora eine Variante mit kleinerem Motor an.

Maserati Merak SS FrontDer Maserati Merak bekam einen V6-Motor (verhältnismäßig klein im Vergleich zum V8 im Bora), der über einen Hubraum von 3 Litern verfügte. Dieser Motor fand in leichter Abwandlung auch im Citroen SM Verwendung, von dem der Merak auch die hydropneumatische Bremse sowie das ovale Armaturenbrett bekam. Das Heck des Merak wies nicht die Verglasung des Bora auf, sondern hatte zwischen den charakteristischen Streben eine flache Motorhaube. Außerdem sorgte der durch den kleineren Motor hinzugewonnene Raum für die Montage von Notsitzmulden, in denen man aber in der Realität eher nicht sitzen möchte.

Maserati Merak SS SeitenansichtAb 1975 gab es den Maserati Merak SS wie er hier auf den Bildern zu sehen ist. Der Merak SS war stärker motorisiert und unterschied sich vom “normalen” Merak rein optisch durch das schwarze Gitter im Grill. Im gleichen Jahr kam speziell für den italienischen Markt auch eine vom Dreiliter abgeleitete Zweiliterversion (Merak 2000) auf den Markt, da für Fahrzeuge über 2 Liter Hubraum eine wesentlich höhere Steuer anfiel.

Maserati Merak SS Heck1977 bekam der 4,34 m lange und nur knapp 1,50 m hohe Merak eine konventionelle Hydraulikbremse und ein klassischer gestaltetes Armaturenbrett. 1980 gab es dann die schnellste Variante. Der Maserati Merak SS Tipo 80 leistete als Europaversion ganze 220 PS. Diese ermöglichten dem unter 1.400 kg schweren Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h. Äußerlich war er vom “normalen” Merak SS nicht zu unterscheiden, im Innenraum war aber das eher futuristische Interieur des Bora zu finden. Vom Tipo 80 wurden in den drei Jahren bis zur Einstellung des Merak 1982 nur ganze 65 Stück gebaut.

Amerikanische Versionen sind an den größeren Stoßstangen, den seitlichen Begrenzungsleuchten und der Ausbuchtung in der Haube zu erkennen, die so mehr Platz für das in den USA vorgeschriebene vollwertige Ersatzrad bot. Hierzulande war der Wagen nur mit einem Notlaufrad ausgerüstet.

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