Gesichtet: Lotus Elan SE M100

Es ist immer wieder interessant, was für Fahrzeuge man so am Straßenrand entdeckt. Vor allen Dingen, wenn das Wetter besser wird und die Leute ihre seltenen automobilen Schätze aus der Garage holen. Wie zum Beispiel den hier gezeigten Wagen. Zwischen 1989 und 1992 bot Lotus die Neuauflage eines Klassikers an: den Lotus Elan. Der Roadster griff einen traditionsreichen Namen auf, der Lotus Elan der ersten von 1962 bis 1975 gebauten Generation war ein Verkaufsschlager. Dann dauerte es doch einige Jahre – eben bis 1989 -, bis Lotus einen Nachfolger präsentierte. Den Elan der zweiten Generation gab es im Gegensatz zu seinem Vorgänger jedoch nur als Cabriolet, ein Coupé wurde nicht angeboten.

Lotus Elan M100 Front - SeiteEin weiterer Unterschied war die Antriebsart, denn der “neue” Lotus Elan – intern M100 genannt – war der erste Wagen des Sportwagenherstellers, der über Frontantrieb verfügte. Über der Vorderachse saß ein quer eingebauter 1,6 Liter Motor aus dem Hause Isuzu, der über eine 16-Ventiltechnik verfügte. Mittels Turbolader brachte er immerhin eine Leistung von 158 PS, die dem kleinen, nur rund 1.000 kg leichten Zweisitzer zu durchaus ansehnlichen Fahrleistungen verhalfen. So beschleunigte er in flotten 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Spitzengeschwindigkeit des 3,80 Meter kurzen Briten lag bei rund 220 km/h.

Trotz der guten Beherrschbarkeit des Roadsters verkaufte sich dieser in den USA eher schleppend, was 1992 zur Einstellung der Produktion führte. Jahre darauf gab es zwar nochmals eine auf 800 Stück limitierte Neuauflage, die auf Basis der noch auf Halde stehenden Fahrzeuge entstanden sein soll, dies änderte aber nichts am Misserfolg.

Lotus Elan SE M100 Heck - SeiteUm den Lotus Elan SE hat sich aufgrund seiner Seltenheit vor allen Dingen in Großbritannien eine Fangemeinde gebildet. Hier in Deutschland ist der Wagen kaum zu bekommen. Immerhin ist die Teileversorgung durch das Internet einigermaßen sichergestellt. Mein Fall ist es ehrlich gesagt trotzdem nicht. Dann doch lieber einen klassischen Lotus Esprit, auch wenn dieser nicht ganz so selten ist.

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