AC Ace – die Grundlage für die legendäre AC Cobra

Was für uns Aachener das örtliche KFZ-Kennzeichen ist, lässt das Herz der Fans einer ganz besonderen Marke höher schlagen: AC.

1960 AC Ace vorne rechtsDer englische Autohersteller AC wurde vor allen Dingen durch die in Zusammenarbeit mit Carroll Shelby und Ford erschaffene AC Cobra weltberühmt. Doch den Vorgänger, der quasi die Grundlage für die Cobra bot, kennt heutzutage kaum jemand: den AC Ace. Natürlich war dies auch ein zweitüriger und vor allen Dingen zweisitziger Roadster, der aber mit nicht ganz so potenten Motoren wie sein bekannter Nachfolger bestückt war.

Im AC Ace kamen nämlich „nur“ Sechszylindermotoren zum Einsatz. Diejenigen aus der eigenen Produktion verfügten dabei über zwei Liter Hubraum und eine Leistung zum Produktionsbeginn 1953 / 1954 von rund 88 PS. Diese Leistung konnte im Laufe der Bauzeit zweimal gesteigert werden und lag zum Schluss bei rund 103 PS (manche Quellen sagen sogar 110 PS). Leider war der Motor nicht sonderlich gut zu tunen, da sonst die Zuverlässigkeit litt, was im Renneinsatz, für den der Wagen aufgrund des geringen Gewichts von unter 800 kg dank Aluminiumkarosserie ansonsten wie geschaffen war, natürlich fatal war. Bis zum Ende der Produktion 1964 war dieser Wagen im Programm und es wurden 226 Stück gebaut.

1960 AC Ace hinten linksAußerdem gab es zwischen 1956 und 1964 noch den AC Ace Bristol, der über einen Motor von Bristol verfügte. Dies war ebenfalls ein Reihensechszylinder mit 2 Litern Hubraum, der aber im Laufe seiner Bauzeit 106 beziehungsweise 130 PS leistete. Von dieser Version wurden sogar 466 Stück gebaut. Die dritte Version war der AC Ace 2.6, der den Motor des Ford Zephyr unter der Haube hatte. Unschwer zu erraten lag der Hubraum dieses Sechsenders bei 2,6 Litern und er leistete zwischen 91 und 172 PS. Angeboten wurde er nur von 1961 bis 1963 und entsprechend wenig, nämlich nur 36 Fahrzeuge, wurden vom 2.6er gebaut. 160 km/h waren für alle Varianten kein Problem, die ganz schnellen schafften sogar Geschwindigkeiten von bis zu 217 km/h.

Heute sind diese Klassiker natürlich entsprechend selten – bei insgesamt nur 728 gebauten Fahrzeugen kaum verwunderlich. Der hier auf den Bildern gezeigte AC Ace von 1960 stand auf der Essen Motor Show 2011 zum Verkauf, leider aber ohne Preisangabe. Eine stichprobenartige Suche in einer der üblichen Onlineplattformen brachte keinen einzigen Treffer. Sicherlich auch, weil es von diesen Fahrzeugen, im Gegensatz zur Cobra, keine Nachbauten gibt.

AC AceIn den einschlägigen Blättern werden die Fahrzeuge mit Preisen zwischen 41.000,- Euro im Zustand 5 und 227.000,- Euro im Zustand 1 angegeben. Die Fahrzeuge mit Bristol-Motor sind noch etwas teurer, die 2.6-Liter werden gar nicht erwähnt. An die Cobras kommen sie also auch preislich nicht heran, richtig günstig sind sie aber ebenfalls nicht.

Weitere Bilder zum AC Ace findet ihr in der nachfolgenden Galerie:

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