Fremdgesichtet: Opel Commodore C Zweitürer

Obwohl es sich um einen Klassiker aus dem hiesigen Land handelt, ist der Opel Commodore C heutzutage kaum noch zu sehen. Die mir zugespielten Bilder zeigen einen der mittlerweile raren Wagen, hier in der zweitürigen Variante und in einer für das Baujahr typischen Farbe, die allerdings schon bessere Zeiten gesehen hat. Insgesamt wirkt der Wagen nicht mehr allzu frisch, was der Zuteilung eines H-Kennzeichen aber allem Anschein nach nicht abträglich war. Das Kennzeichen an sich passt sehr gut und lässt als Baujahr das Jahr 1979 vermuten.

opel-commodore-c-vorne-linksDas scheint durchaus wahrscheinlich, denn gebaut wurde der Commodore der dritten Baureihe von 1978 bis 1982. Wobei die sich schlecht verkaufende zweitürige Limousine bereits ein Jahr zuvor aus dem Programm verschwand. Dafür gab es dann aber einen Kombi, dessen britisches Pendant sich laut Wikipedia-Information auch im Besitz der Queen zum Transport der geliebten Vierbeiner befunden haben soll. Ich bezweifle stark, dass Lizzy selbst auch nur einen Fuß in den gleichnamigen Raum des Wagens gesetzt haben wird.

Aber ich schweife ab. Da die Seite ja Motor-inside.com heißt, wird es nun also noch technisch. Unter der eckigen Haube werkelte der aus aus dem Vorgänger Opel Commodore B bekannte Sechszylinder mit 2,5 Litern Hubraum. Dieser leistet in der Vergaser-Version verhältnismäßig bescheidene 115 PS. Die holte man später aus Motoren mit zwei Zylindern weniger und noch weniger Hubraum. Aber in den Anfängen des Commodore C war das wohl noch eine normale Leistung. Später rüstete man auf, ersetzte den Vergaser durch eine Einspritzanlage und mobilisierte so immerhin 15 PS mehr aus dem Sechsender.

opel-commodore-c-innen2Die Kraftübertragung erfolgte üblicherweise über eine klassische Vierganghandschaltung. Da der Neuwagenkäufer des hier gezeigten Opels anscheinend keine Lust aufs Schalten hatte, orderte er die damals optional erhältliche Dreigangautomatik. Das passt bestimmt super zum großvolumigen Motor und macht den Wagen vermutlich noch mehr zum lahmen Cruiser. Auf dem zur Außenfarbe passenden senfgelben Veloursgestühl lässt es sich dann bestimmt prima relaxen.

Natürlich war ich neugierig. Nachdem die Zulassungszahlen in den letzten Jahren mit immer über 300 Stück recht konstant waren, wollte ich wissen, ob diese Fahrzeuge noch zu bekommen sind. Und siehe da, in einer bekannten Onlinegebrauchtwagenbörse gab es noch diverse Fahrzuge. Dabei war nur ein Teileträger mit 650 Euro verhältnismäßig günstig. Bei den „normalen“ Commodore C ging es erst bei rund 3.000 Euro los, was mich sehr überrascht hat. Der teuerste Wagen sollte sogar fast 10.000 Euro kosten. Ein Opel. Aus den Endsiebzigern. Unglaublich. Aber wem es gefällt…

opel-commodore-c-hinten-rechtsWeitere Bilder zum Opel Commodore C findet ihr in der nachfolgenden Galerie:

2 Gedanken zu „Fremdgesichtet: Opel Commodore C Zweitürer

  • 20. Februar 2017 um 14:04
    Permalink

    Der Commodore C wird in diesem Text etwas unterschätzt. Der 2.5-Liter-Vergasermotor läuft äusserst sanft und trotzdem kraftvoll; dem verhältnismässig leichten Wagen verhilft er zu durchaus adäquaten Fahrleistungen. Die 3-Gang-Automatik harmoniert perfekt zum Reihensechser und schmälert das Fahrvergnügen in keiner Weise.
    Der einzige Wermutstropfen ist der nicht mehr zeitgemässe Verbrauch. Meine 2.5 S Limousine gönnt sich kaum je unter 14 Liter auf 100 km…

    Gruss aus Zürich,
    Hinti

    Antwort
  • 31. Juli 2017 um 20:55
    Permalink

    Hier hast du meinen Wagen fotografiert (bin zufällig drauf gestoßen, da ich Bilder von einem Ersatzteil suchte, was ich benötige).
    Bei mir ist der Verbrauch (Alltagswagen) in der Stadt bei 12l und auf der Autobahn unter 10l. Dazu muß ich aber sagen, dass er einen NOS Vergaser verpasst bekommen hat und dieser auch optimal eingestellt wurde.
    H-Kennzeichen (von 2010) war kein Problem, die Wagen müssen ja nicht aussehen wie aus dem Laden.

    Antwort

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