Peugeot 305 – unauffälliger Verkaufsschlager

Es gibt Fahrzeuge, an die man keinerlei Erinnerung hat – ich zumindest nicht. Der Peugeot 305 ist so ein Wagen. Und das, obwohl er noch gar nicht so alt ist. Gut, die ersten Modelljahre haben bereits den Oldtimerstatus erlangt, aber bei einer Bauzeit von 1977 bis 1988 liegt ein Teil noch in Reichweite und zählt eher zu den Youngtimern.

Peugeot 305 BreakDer Peugeot 305 trat in der (unteren) Mittelklasse an, was ihn schon entsprechend unauffällig machte. Hinzu kommt das recht langweilige Design, das von keiner Seite betrachtet für einen anerkennenden Aufschrei sorgt. Zur anfänglich nur erhältlichen, biederen Stufenhecklimousine mit vier Türen gesellte sich 1980 noch die Version als fünftüriger Kombi mit dem Namen Peugeot 305 Break. Eine Abart dieses Wagens war der Peugeot 305 Break Service, der eher für Gewerbetreibende gedacht war und nur über zwei Türen und verblechte Seitenteile ohne Fenster verfügte.

1982 gab es eine Modellpflege. Im Rahmen dieses Facelifts bekam der Peugeot 305 eine flachere Frontpartie, die aerodynamischer war. Außerdem verschwand die Modellbezeichnung von der Motorhaube. Diese war nun, wie bei anderen Fahrzeugen auch, am Heck des Wagens zu finden.

Der frontgetriebene Wagen, der in diversen Ausstattungsvarianten erhältlich war, wurde im Laufe seiner Bauzeit mit verschiedenen Vierzylindermotoren ausgerüstet, die im Bereich der Benziner über einen Hubraum von 1,3 bis 2 Liter verfügten und eine Leistung von für die Fahrzeugklasse bescheidenen 60 bis 98 PS bereitstellten. Für die Freunde des Selbstzünders gab es Diesel mit 1,5 und 1,9 Litern Hubraum. Alle Motoren waren vorne quer eingebaut.

Obwohl der 305 jahrelang das meistgebaute Fahrzeug aus dem Hause Peugeot war und sogar bei deutschen Behörden im Saarland zum Einsatz kam, ist er hierzulande heute nur noch recht selten anzutreffen. Auch der Gebrauchtwagenmarkt ist mit einer Hand voll Autos sehr überschaubar. Als richtigen Klassiker kann man sich ihn aber wirklich nur schwer vorstellen.

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