Mercedes-Benz SL der Baureihe R 107 – einfach schöne Cabrios

Noch heute habe ich Jennifer Hart (gespielt von Stefanie Powers) vor Augen, wie sie mit ihrem gelben Mercedes-Benz SL der Baureihe R 107 im Vorspann zur Serie „Hart aber herzlich“ neben ihrem Mann in seiner roten Flunder italienischer Herkunft über eine dieser typisch amerikanischen Bergstraßen fährt – im Gegenverkehr.

Mercedes-Benz SL R 107 FrontIch mochte diese Autos schon immer – wie eigentlich fast alles, was Mercedes in dieser Zeit gebaut hat. Immerhin ist der SL dieser Baureihe bereits 1971 auf den Markt gekommen und somit in vielen Baujahren bereits mit dem Privileg gesegnet, als waschechter Oldtimer mit den entsprechenden Vergünstigung durch Deutschland rollen zu können. Die letzten Baujahre der bis 1989 gebauten Cabriolets sind noch im Status des Youngtimers unterwegs, was den Unterhalt eines solchen Wagens nicht gerade günstig gestaltet.

Denn alleine die jährliche KFZ-Steuer ist für eines der Topmodelle – in Deutschland der Mercedes-Benz 500 SL, in Amerika der 560 SL – sicherlich entsprechend hoch. Die Motorenpalette reichte übrigens vom „kleinen“ Reihensechszylinder mit 3 Litern Hubraum bis zum V8-Motor mit 5,6 Litern Hubraum. Die Leistungspanne lag dabei zwischen 177 und 245 PS.

Der zweisitzige Roadster, den es auf Wunsch auch mit zwei Notsitzen im Fond gab, war tatsächlich ein Sportwagen der Oberklasse, ersetzte die Baureihe W 113 und 111. Wer nicht so auf offene Fahrzeuge abfuhr, bekam mit dem Coupé namens SLC (Baureihe C 107) eine geschlossene Alternative, die aufgrund ihres verlängerten Radstandes auch eine vollwertige Bestuhlung für fünf Fahrgäste bereit hielt. Allerdings wurde das Coupé nur bis 1981 angeboten.

Mercedes-Benz SL R 107 HeckSchon ab rund 4.500 Euro kann man sich heute bereits den Traum vom SL erfüllen. Über Laufleistung und Zustand braucht man in dieser Preisklasse allerdings nicht wirklich sprechen. Wer einen gepflegten Klassiker mit geringer Laufleistung und belegbarer Historie haben möchte, der greift entsprechend tief in die Tasche. Die Preisspirale endet derzeit bei rund 70.000 Euro – kein schlechter Kurs, aber fallen werden die Preise sicherlich nicht mehr. Und die Ersatzteillage ist gut, wenn auch originale Ersatzteile und Werkstattbesuche hohe Kosten verursachen. Daran merkt man dann auch, dass es sich bei dem Mercedes-Benz SL um ein Fahrzeug der Oberklasse handelt.

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