Kurz gefahren: VW Scirocco R

Die erste Station mit dem VW Scirocco R ist die Tankstelle. Nachdem bunt bedrucktes Papier in flüssiges Gold mit einer Oktanzahl von 98 oder auch Super Plus, wie wir Laien es nennen, verwandelt wurde, zeigt mir der Besitzer kurz darauf, warum er sich für ein Fahrzeug mit dem Buchstaben R entschieden hat. Der eben noch aufgefüllte Tank leert sich flott wieder, wenn der 2.0 TSI – Motor seine volle Leistung entfalten darf. 265 PS werden in diesem Wagen an das optionale 6-Gang-DSG-Getriebe übertragen. Diese Getriebeart kenne ich noch aus dem Škoda Fabia RS und sie hat mir dort schon gut gefallen. Als wir den Sitzplatz wechseln und ich hinter dem Steuer Platz nehmen darf, bestätigt sich mein Eindruck: das Doppelkupplungsgetriebe ist einfach eine geile Sache.

2013 VW Scirocco R schrägAuf dem Fahrersitz fühlt man sich direkt wohl. Alles wirkt aufgeräumt und sachlich, befindet sich an gewohnter Stelle. Typisch VW halt. Und so fallen nur die blauen Zeiger und der bis 300 km/h reichende Tacho ins Auge, der zumindest in einer auf 250 km/h abgeregelten Serienversion gar nicht nötig gewesen wäre, aber erneut an die entsprechende Motorisierung erinnert. Die 350 Nm Drehmoment zerren ordentlich an der Vorderachse und lassen, wenn man es übertreibt, die Räder drehen oder die Elektronik eingreifen. Die sorgt dafür, dass der Wagen die Leistung ordentlich auf die Straße bekommt. Eine Art Knallen oder eher Plöppen beim Gangwechsel sind ein witziger Nebeneffekt, der ein wenig Rennwagenflair aufkommen lässt.

An einem ruhigen Ort positionieren wir den Scirocco, um schnell ein paar Fotos zu machen. Und da stellt sich mir beim Betrachten des Wagens wieder die Frage, die ich direkt an den Besitzer weitergebe: Warum ein Scirocco? Warum nicht den stärkeren Golf? Die Antwort fällt mit „Gefällt mir besser.“ knapp wie alles sagend aus. Ich zucke nur mit den Schultern. Ich muss zugeben, dass der VW Scirocco nie mein Ding war. Bei uns in der Clique waren die Dinger als „Tuntenferraris“ (Sorry!) verschrieen und man fuhr lieber Golf. Auch wenn es davon weitaus mehr gab. Als mein Cousin eines Tages mit einem weißen Scirocco II Scala (ja, die mit den weiß gestreiften Rückleuchten) auftauchte, machte es das Ganze nicht besser. Beim neuen Modell bin ich mir noch immer uneins, ob es das gebraucht hätte. Aber es findet Fans und mich stört es nicht sonderlich. Und beim Fahren, was wirklich Spaß macht, sitzt man ja drin. 😉

2013 VW Scirocco R hinten linksUnd so freue ich mich, dass ich mal kurz einen bewegen durfte und überlasse alles andere den Freunden des VW Scirocco III. Der hat mittlerweile für das 2014er Modell ein Facelift erfahren. Jan hat einen Beitrag zum 2014 VW Scirocco R mit vielen Bildern und Videos veröffentlicht. Klickt mal rein!

Und in der nachfolgenden Galerie findet ihr weitere Bilder zum von mir gefahrenen blauen Geschoss:

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