Taunus 12m – Ford P4 – als US-Modell geplant

Der Taunus 12m der Baureihe P4 aus dem Hause Ford wurde ursprünglich in Amerika entwickelt und sollte dort als Konkurrent zum 1200er Käfer von Volkswagen antreten. So weit kam es aber nicht, denn nachdem die Entwicklung abgeschlossen war, distanzierte man sich von der Idee, den Wagen in den USA zu verkaufen und gab ihn an die deutsche Ford-Tochter ab.

Ford P4 Taunus 12m Front rechtsHier wurde er zwischen 1962 und 1966 in verschiedenen Karosserievarianten angeboten. Es begann mit einer zweitürigen Limousine, ein Jahr später folgte die viertürige Version. Ebenfalls 1963 kam noch ein zweitüriges Coupé dazu. Außerdem wurde die Palette im gleichen Jahr noch durch einen dreitürigen Kombi sowie einen Kastenwagen (Kombi ohne hintere Seiten- und Heckscheiben sowie leerem Transportabteil) komplettiert.

Anfänglich war der Taunus 12m mit einem Vierzylinder-V-Motor ausgestattet, der über einen Hubraum von 1,2 Litern verfügte, was die 12 in 12m erklärt (das m stand für Meisterklasse). Der Motor leistete 40 PS und ermöglichte dem leer nur rund 860 kg wiegenden Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von 123 km/h. Es folgten Motoren mit 1,5 Litern Hubraum, die entweder 50 PS oder im 12m TS sogar 55 und 65 PS leisteten. Die erreichbare Maximalgeschwindigkeit erhöhte sich damit auf bis zu 147 km/h.

Ford P4 Taunus 12m Heck rechtsAuf dem Oldtimermarkt gehört der Ford P4 noch immer zu den Mauerblümchen, die Preise sind eher niedrig. Wobei das Angebot auch leider nicht mehr so groß ist, da die Technik zwar als robust galt, was eine Rekordfahrt 1963 eindrucksvoll belegte, aber die Karosse im Kampf gegen die braune Pest meist chancenlos war. Der Rost setzt Schwellern und Radläufen zu und auch weitere Stellen bleiben nicht verschont. Die Preise für Taunus 12m Ersatzteile liegen noch im überschaubaren Rahmen, werden aber sicherlich nicht mehr fallen. Auch die eigentlich soliden Motoren weisen Schwachstellen wie etwa defekte Stirnräder und undichte Benzinpumpen auf.

Am häufigsten sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt natürlich die zweitürigen Limousinen mit der namensgebenden Motorisierung zu finden. Die anderen Karosserieformen sind da schon seltener. Die Preise beginnen aktuell bei rund 1.500 Euro für Fahrzeuge, die einer Restauration bedürfen und enden bei rund 9.000 Euro für einen seltenen Kombi. Die meisten Fahrzeuge liegen so im Bereich um 3.000 bis 5.000 Euro. Hierfür bekommt man brauchbare Exemplare mit Oldtimerzulassung.

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