Mercedes-Benz Cabriolet der Baureihe 124 – bereits heute ein Klassiker

Beim Besuch des 2011er Nürburgring Revivals, bei dem die alte Boxengasse wieder zum Leben erweckt wurde, tauchte auf dem Parkplatz hinter der neuen Boxengasse, der für Oldtimer und Youngtimer reserviert war, plötzlich eine Kolonne von Mercedes Cabriolets auf und ich wunderte mich, was diese hier verloren hätten. Es waren Fahrzeuge der Baureihe 124, die für mich fast noch zum normalen Alltagsbild gehören, auch wenn die meisten Fahrzeuge, die heute noch so auf den Straßen unterwegs sind, oft einen verschlissenen Eindruck machen.

Mercedes Benz A124 Cabrio HeckAber die Cabriolets hatten durchaus ihre Daseinsberechtigung auf dem Parkplatz, denn die Baureihe W 124 (wie die Limousinen intern genannt werden) wurde von 1985 bis 1996 gebaut und ist in den frühen Baujahren also durchaus schon ein Youngtimer. Und gerade die Cabriolets (intern als A 124 bezeichnet), die zwar erst ab 1991 angeboten wurden, haben in gepflegtem Zustand sicherlich das Zeug zum gefragten Oldtimer, gelten heute schon bei vielen Fans als Klassiker.

Anfänglich wurden diese nur als Mercedes-Benz 300 CE-24 angeboten, basierten auf dem Coupé und besaßen dennoch eine Menge geänderter Teile, um die Karosseriesteifigkeit zu gewährleisten. Mit der Modellpflege 2 im Jahr 1993 gab es weitere Motorvarianten. Zum Beispiel war das Cabriolet nun auch mit einem Vierzylindermotor erhältlich. Auch gab es zwei AMG-Versionen des Mercedes-Benz E320 Cabriolets.

Mercedes-Benz A124 Cabrio Front1995 wurde der Export des 124er Cabrios beendet, 1997 endete die Produktion der Baureihe. In der gesamten Bauzeit wurden 33.968 Cabriolets dieses Typs hergestellt. Das Angebot auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist ausreichend, bereits ab 5.000 Euro kann man eines dieser E-Klasse Cabriolets sein eigen nennen. Allerdings mit einer hohen Laufleistung und einem teilweise echt fragwürdigen Pflegezustand. Nach oben sind dem Ganzen kaum Grenzen gesetzt, bei einer aktuellen Stichprobe im Internet tauchten auch Fahrzeuge auf, für die deren Besitzer über 30.000 Euro aufriefen. Natürlich mit einer durch ein Scheckheft belegten Laufleistung von unter 50.000 Kilometern, was diese Fahrzeuge für Sammler sicherlich interessant macht. Leider werden auch diese Mercedes 124 häufig verbastelt und kaputt getunt, so das man beim Kauf doch weitestgehend auf Originalität achten sollte. Das gilt auch für Ersatzteile, die bei Mercedes natürlich noch zu bekommen sind.

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