1964 Elva GT 160

Hört man Elva, könnte man an eine falsche, eher ghettomäßige Aussprache von Elfer denken, was hier in Deutschland ja in Sachen Sportwagen die weit verbreitete Bezeichnung für einen Porsche 911 ist. Erschwerend kommt hinzu, dass es sogar mal Elva-Porsche gab, was an Porsche als Motorenlieferanten lag. Doch auch wenn es sich bei dem hier präsentierten Fahrzeug tatsächlich um einen Sportwagen handelte, war es kein Porsche, sondern wie gesagt ein Elva.

1964 Elva GT 160Der Name bezeichnet auch nicht das Modell, sondern den Hersteller. Ich gebe zu, dass ich von Elva noch nie etwas gehört hatte, bis ich den hier auf dem Bild zu sehenden Elva GT 160 auf der Techno Classica 2012 in Essen sah. Ich hielt den Wagen aus einiger Entfernung noch für ein Fahrzeug französischer Herkunft, dabei war ein Elva ein britischer Automobilhersteller. Seit 1955 baute dieser Hersteller an verschiedenen Standorten Fahrzeuge für den Rennsport, aber auch Straßensportwagen waren im Angebot, die auch als Kit Cars – also Bausätze – angeboten wurden. 1966 erfolgte die Zusammenlegung der beiden Firmen Elva Engineering und Elva Cars an einem neuen Standort, doch bereits 1968 endete die Produktion.

Zum Elva GT gibt es die unterschiedlichsten Informationen: Die auf dem während der Ausstellung davor stehenden Schild und die im Internet zu findenden, die sich auf diverse Bücher als Quellen beziehen. Immer gleich ist die Information, dass der Elva GT 160 aus dem Jahr 1964 stammt. Es sollen nur drei Fahrzeuge dieses Typs gebaut worden sein. Der hier gezeigte Wagen sieht dabei auf jeden Fall in einigen Details anders aus, als der GT 160, den man beispielsweise auf der wikipedia-Seite sehen kann. Der auffälligste Unterschied sind dabei sicherlich die Scheinwerfer, was sich aber durch den vermutlichen Einsatz im Motorsport erklären lässt.

Unterschiedliche Angaben gibt es auch zum Motor. Dass dieser von BMW stammte und einen Hubraum von gut 2 Litern aufwies, ist unstrittig, nicht aber die Leistung. Steht im Internet etwas von 182 PS, kommt das Schild mit der Angabe 220 bhp daher. Vielleicht einfach eine Umrechnungsdifferenz, eventuell auch individuelles Tuning für den Rennsporteinsatz. Der als Mittelmotor konzipierte Antrieb war über ein Fünfganggetriebe mit den Antriebsrädern verbunden. Laut Aufschrift auf dem Schild schaffte der Elva GT 160 damit eine Höchstgeschwindigkeit von 165 mph, also fast 265 km/h. Das lag vor allen Dingen am geringen Gewicht, des auf einem Rohrrahmen aufbauenden Wagens. Aber auch hierzu variieren die Angaben extrem, von 428 Kilogramm bis 694 kg ist hier alles zu finden. Leicht ist der Wagen aber allemal. Und selten.

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