Kurz gefahren: 2009 Audi S5

Vor geraumer Zeit bekam ich die Gelegenheit, mal eine Runde in einem Audi S5 zu drehen. Wem S5 nichts sagt: das ist ein Audi A5 mit Leistung. Konkret bedeutete das zu der Zeit, dass unter der Haube ein 354 PS leistender V8-Motor mit einem Hubraum von 4,2 Litern werkelte. Im vorliegenden Fall leider mit Automatik (Tiptronic), die nach meiner damaligen Ansicht in einem Sportwagen nichts zu suchen hatte.  Heute, nur rund drei Jahre später, würde ich ich darüber eventuell anders denken, letztendlich käme es auf einen Vergleich an. Für das schnelle Fahren geradeaus ist die Getriebeart allerdings unerheblich – der Audi machte Dampf ohne Ende!

2009 Audi S5 FrontUnübersichtlich ist der S5 -sei es an der Front durch die abfallende Haube und auch das Heck lässt sich nur erahnen. Zum Glück wies dieser Audi S5 einer prominenten Vorbesitzerin fast die Vollausstattung auf – somit auch die Parkhilfe vorne und hinten. Daher ebenfalls an Bord war der digitale TV-Empfang, ein Ausstattungsmerkmal, das sicherlich genauso beeindruckend wie unnütz ist. Wer sitzt schon zum Fernsehen in seinem S5? Sinniger, vor allen Dingen, da die prominente Vorbesitzerin eine Sängerin ist, war die Bang & Olufsen-Anlage – ein Hammersound!

Ansonsten gibt es meinerseits wenig zu berichten. Der Audi sah außen entsprechend sportlich aus, warf im Innenraum aufgrund der übersichtlichen Anordnung keinerlei Fragen auf. Einen Kritikpunkt hätte ich dann aber doch: Schrieb ich kürzlich zum Audi A2 noch, dass man als Fahrer entmündigt wird und hinter einem Kläppchen nur noch den Ölstand prüfen kann, ist es im S5 noch extremer. Zwar bekommt man hier die Haube auf und erlangt so einen Blick auf das FSI-Triebwerk, das einem auch wie gewohnt das Einfüllen von Öl ermöglicht. Man wird sogar darauf hingewiesen, es mit dem Nachfüllen nicht zu übertreiben.

2009 Audi S5 ÖlstopfenMöchte man aber den Ölstand herausfinden, wird man überrascht sein. Es gibt ein in einem silbernen Röhrchen steckendes Plastikteil: Zieht man nun aber daran, so erkennt man, dass man lediglich einen Stopfen in der Hand hat. Den Messstab gibt es nur bei Audi in der Werkstatt. Und wie findet man nun den Ölstand raus? Den kann man sich auf dem Display im Fahrzeug ansehen. Da kann man nur hoffen, dass einen die Technik nicht veräppelt. Oder man holt sich zur manuellen Kontrolle beim Teilehändler des Vertrauens doch so einen Peilstab.

Kurzes Fazit nach kurzer Fahrt: schneller Wagen, gelungenes Design, gewohnt gute Verarbeitungsqualität. Aber noch lange nicht alles Gold, was glänzt.

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