Gefahren: 2007 Dodge RAM 1500 Hemi

Den bereits in diesem Blog erwähnten Dodge RAM SRT-10 Pickup konnte ich ja leider nicht mehr fahren, da mein Bekannter ihn doch relativ schnell wieder verkaufen konnte. Dafür kam er dann  irgendwann mit einem weiteren amerikanischen Pickup um die Ecke, ebenfalls aus dem Hause Dodge. Zwar nicht mit einem Vipermotor ausgestattet, aber der Begriff Hemi stand seit jeher für Leistung. Zumindest auf dem Papier lesen sich 345 PS ganz gut – sind ja nur 160 PS weniger als im SRT-10.

Zuerst saß ich nur auf der Beifahrerseite des Dodge RAM SLT Big Horn Edition aus dem Jahr 2007. Wir fuhren meine Kinder abholen, die das Wochenende bei ihrer Oma verbracht hatten. Das stellte auch kein Problem dar, schließlich handelte es sich um einen Quad Cab, in dem theoretisch 6 Personen Platz finden können. Allerdings war der Raum hinten doch sehr beengt, wenn die Erwachsenen vorne eine normale Sitzposition einnahmen. Meine Sorge: die Kinder waren mit den Fahrrädern bei meiner Mutter. „Kein Problem.“ sagte mein Bekannter, denn der Bedliner auf der Ladefläche schützt vor Kratzern und so wanderten die Bikes einfach auf die Ladefläche – sehr praktisch!

Daheim angekommen wurden die Fahrräder entladen und die Kinder hüpften über die Ladefläche. Da meine Frau wenige Minuten später Feierabend hatte, fragte ich, ob wir diese abholen könnten und ich auch mal fahren dürfte. Also Schlüssel ins Zündschloss und schon ging das penetrante Gepiepse los. Okay, jeder moderne Wagen hat einen Gurtwarner, aber die Amis müssen alle taub sein, was die Lautstärke des hier verbauten Piepsers erklären würde. Also wurde sich schnell angeschnallt und der Motor gestartet. Eine erste Enttäuschung machte sich breit, denn vom Achtzylinder war leider nichts zu hören. Ich stellte die Automatik auf „D“ und wir rollten los. Die Kurve der Hofausfahrt offenbarte ohne Umschweife Fahrwerksschwächen. Der Pickup wankte seitlich. Vor allem, wenn man ordentlich aufs Gaspedal trat, „rubbelte“ der Dodge RAM durch die Gegend. Ob das an den nachträglich montierten 20″-Rädern lag, konnte ich nicht beurteilen.

Auf der Geraden mal das Gaspedal Richtung Bodenblech getreten folgte die nächste Enttäuschung: Von angeblichen 345 PS war nicht viel festzustellen. Natürlich war der Pickup bauartbedingt groß und schwer, aber das, was hier nur an Vorschub geboten wurde, war fast schon langweilig. Da wollte ich gar nicht erst wissen, wie die mit dem Standardmotor versehenen Dodge RAM fahren. Da fehlen dann noch mal 1 Liter Hubraum und rund 100 PS. Das war irgendwie alles nicht meine Welt. Der Wagen sah zwar nicht schlecht aus, aber der Nutzwert war in hiesigen Gefilden doch eher fragwürdig. Und so rollte er wieder – fast lautlos – vom Hof.

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