Getestet: Suzuki SX4 „style“ Sondermodell

Der Suzuki SX4 ist derzeit häufiger im Fernsehen als auf der Straße zu sehen. Das liegt vor allen Dingen daran, dass Suzuki Werbepartner, Sponsor oder was auch immer der aktuellen Supertalent-Staffel „beim RTL“ ist. Ich konnte den Wagen als Sondermodell „style“ fahren und somit einen recht guten Eindruck vom SX4 bekommen, der in dieser Version über eine entsprechende Mehrausstattung verfügt, auf die ich später noch eingehen werde.

Erst einmal stellt sich, wie heutzutage fast schon üblich, auch beim Suzuki SX4 die Frage, was er überhaupt ist. Im Fahrzeugschein steht tatsächlich „Schräghecklimousine“. Letztendlich ist es eines dieser unsäglichen Crossover-Fahrzeuge, dass je nach Version sogar über Allradantrieb verfügt und somit neben der gern genommenen erhöhten Sitzposition sogar eine gewisse Offroadtauglichkeit bietet. Hier greift Suzuki sicherlich auf eine Jahrzehnte lange Tradition und Erfahrung mit dem Allradantrieb zurück. Unvergessen sind die quirligen Geländegänger namens LJ, SJ und Samurai, die im aktuellen Suzuki Jimny mündeten, den ich in Zukunft hoffentlich auch noch testen darf.

Doch zurück zum SX4, der in der von mir gefahrenen Version die Kraft seines Benzinmotors nur an zwei angetriebene Räder abgeben durfte; diese befanden sich natürlich an der Vorderachse. Der turbolose Vierzylinder schöpft aus 1,6 Litern Hubraum durchaus brauchbare 120 PS, die über ein 5-Gang-Schaltgetriebe an die Antriebsachse übertragen werden. Die fünf Gänge hatten mich erst stutzig werden lassen, hatte ich sie doch im getesteten Nissan Juke Shiro bei ähnlichen Leistungsdaten noch als unzureichend bemängelt. Im Suzuki ist die Übersetzung aber insofern angenehmer, als das der Motor bei 130 km/h im letzten Gang nicht so hoch dreht, wie beim japanische Mitbewerber, und dadurch auch eine wesentlich verträglichere Geräuschkulisse bietet. Wer nun denkt, dass der SX4 durch eine eventuell längere Übersetzung auch in den niedrigeren Gängen eher träge zu Werk geht, hat sich geirrt, denn der Wagen legt im Rahmen seiner Möglichkeiten doch eine gewisse Agilität an den Tag, die für die Fahrzeugklasse und Zielgruppe sicherlich mehr als ausreichend ist.

Allerdings ist der SX4 meines Erachtens auch recht straff abgestimmt, was meiner sportlichen Fahrweise sicherlich entgegenkommt, dem wegen seiner Rückenprobleme gerne erhöht sitzenden Rentner aber eher missfallen dürfte. Angenehm  hingegen ist die im SX4 serienmäßig vorhandene Sitzheizung für die vorderen Sitze. Zwar gibt es nur eine Einstellung – an oder aus -, diese nimmt aber recht schnell die Arbeit auf. In Sachen Ausstattung legt das Sondermodell „style“ natürlich im Vergleich zu den „normalen“ SX4 noch mal einen drauf. Der style basiert auf der Ausstattungslinie Comfort, weist aber zusätzlich Merkmale auf. Als erstes ist hier natürlich das Navigationssystem zu erwähnen, dass über Bluetooth und Audiofunktionen verfügt und auch über das Lenkrad bedient werden kann. Dies warf in der Praxis keinerlei Fragen auf, die Navigation funktionierte ohne Auffälligkeiten. Das gängige MP3-Format auf CDs stellte ebenfalls kein Problem dar. Auch ein USB-Anschluß ist im Suzuki SX4 style Sondermodell vorhanden, über den man dann weitere Audioquellen anschließen kann.

Des Weiteren sind beim style die Außenspiegel nicht nur elektrisch verstellbar, sondern auch anklappbar und mit Seitenblinkern versehen. Apropos Blinker: Für die Abschaltung muss man das Lenkrad recht weit drehen. Fährt man eine  weitere Kurve, reicht der Winkel oft nicht und man muss den Blinker manuell abstellen. Doch weiter mit dem Sondermodell und dessen Ausstattung. Optisch gibt es natürlich ein style-Paket mit entsprechendem Dekor, Metallic-Lackierung und speziellen 16″-Alufelgen. Wie es sich für ein Sondermodell gehört, gibt es auch beim SX4 style einen Preisvorteil, der immerhin 1.000 Euro beträgt. So kostet der Suzuki SX4 style mit dem Benzinmotor und Schaltgetriebe 18.690 Euro. Will man nicht selbst schalten, muss man noch mal 1.300 Euro drauflegen.

Auch wenn man leider auf Annehmlichkeiten wie automatisches Fahrlicht (ich bin tatsächlich einige Male abends angeblinkt worden, da ich vergessen hatte, das Licht einzuschalten) oder beleuchtete Schminkspiegel (eher ein Frauenthema, die aber sicherlich zur Zielgruppe gehören) verzichten muss, scheint der Suzuki eine gute Wahl zu sein. Leider sind Suzukis in Ermangelung von Händlern, wie eingangs erwähnt, verhältnismäßig selten anzutreffen. Durch solche Werbepartnerschaften kann man aber den Bekanntheitsgrad sicherlich steigern und eventuell werden dann demnächst auch mehr der anderen Modelle neben Swift, Jimny und Grand Vitara unterwegs sein. Ich bin gespannt.

Wie immer könnt ihr euch auf der Internetseite von Suzuki mit weiteren Informationen versorgen. Und weitere Bilder gibt es wie gewohnt in der nachfolgenden Galerie:

Galerie:

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