Gefahren: Mercedes-Benz A150 Autronic

Bei einer Tour zum Flughafen hatte ich vor geraumer Zeit einmal die Gelegenheit, die damals (ca. 2009 / 2010) aktuelle Mercedes-Benz A-Klasse einer Bekannten zu fahren. Diese hatte durch eine Krankheit bedingt ihr geliebtes Opel Astra F Cabriolet mit Schaltgetriebe gegen einen Wagen mit Automatik eintauschen müssen. Da ihr Mann bereits Mercedes-Fahrer war (und noch immer ist), fiel die Wahl halt auf die erwähnte A-Klasse.

Genauer gesagt handelte es sich um einen Mercedes-Benz A150, der als Benziner mit 95 PS für den Gebrauch als Stadtflitzer, wie er von der älteren Dame auch die meiste Zeit eingesetzt wird, vollkommen ausreichend motorisiert wäre. Doch in Verbindung mit der Autronic, wie die Automatik bei Mercedes genannt wird, wirkte das ganze Fahrverhalten sehr träge auf mich. Innerstädtisch fällt dies kaum auf, begibt man sich aber auf eine Landstraße oder gar Autobahn, sollte man einiges an Geduld mitbringen, da alles recht langsam abläuft.

Immerhin präsentierte sich das Wageninnere schlicht und übersichtlich, warf keinerlei Fragen auf. Die Verarbeitung wirkte – typisch Mercedes – solide, wenn auch stellenweise etwas billig. Die leicht erhöhte Sitzposition verschaffte einen schönen Überblick über das Verkehrsgeschehen. Gewöhnungsbedürftig, aber ebenfalls typisch Mercedes war hingegen der fehlende Hebel rechts hinterm Lenkrad. Der Scheibenwischer wird über den Blinkerhebel links gesteuert. Dabei störte allerdings der Hebel des Tempomats, der oberhalb des Blinkerhebels angebracht ist und an dem ich aus genau diesem Grund des Öfteren hängen blieb. Auch die Bedienknöpfe am Lenkrad sind nicht so toll platziert, bei der Standardhandhaltung (10 vor 3) drückte ich mit Teilen der Hand mehrfach versehentlich den Lautstärkeknopf.

Insgesamt stellte die A-Klasse der Baureihe 169 sicherlich einen schönen Kleinwagen für die Stadt dar, der für längere Touren aber entweder stärker motorisiert oder zumindest mit einem Schaltgetriebe ausgestattet sein sollte. Eventuell bietet sich demnächst ja auch mal die Möglichkeit, die aktuelle Generation zu bewegen, die wenigstens rein optisch wieder eher auf die jüngere Klientel zu zielen scheint.

2 Gedanken zu „Gefahren: Mercedes-Benz A150 Autronic

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