Die Marke Audi und ich

Audi – eine interessante Marke mit auf den ersten Blick gar nicht so ellenlanger Tradition, die sich in den letzten Jahren stark gewandelt hat. Und ich muss zugeben, dass ich die Marke mit den vier Ringen sehr mag – so sehr, dass es zeitweise sogar für ein eigenes Blog reichte. Dies habe ich aber mittlerweile wieder eingestellt, denn zu viele Blogs verderben … die Freizeit.

Bevor ich abschweife, reisen wir ein wenig in die Vergangenheit. Da es im Bereich der Großeltern meines Wissens nach keinen Audi gab, fange ich bei meinem Vater an. Dieser hatte mal einen NSU Ro 80 hatte. Zwar kein Audi, aber immerhin mit der Auto Union auf dem richtigen Weg. Ein Bild des Wagens gibt es leider nicht. Dafür aber vom hier gezeigten Auto Union Audi F 103, der seiner 80 PS sei Dank als erster Audi 80 gilt. Diese wurden zwischen 1966 und 1969 gebaut. Den Wagen hatte mein Vater aber nicht lang, nach rund drei Wochen übersah ihn der Fahrer eines abbiegenden Wagens und versetzte ihn somit in den gezeigten Zustand.

Weiter geht es mit einem etliche Jahre später von meinem Vater gefahrenen Wagen: vermutlich handelte es sich dabei nicht um einen Audi 200, sondern „nur“ um einen Audi 100 Avant C3 Typ 44, mit dem mein Vater nach alter Überlieferung ausgetestet hat, wie genau die Tankanzeige ist. Das Ergebnis dieser Untersuchung ist mir nicht bekannt, wohl aber, dass er mit leerem Tank auf einer der über den Rhein führenden Brücken in Köln liegenblieb.

In der führerscheinlosen Zeit bis zur Volljährigkeit gab es sowohl in der Familie, als auch im Bekanntenkreis diverse Audis, wie beispielsweise den recht flotten Audi 200 eines Cousins, den Audi 80 B2 einer Tante sowie diverse Audi Coupés (erst eckig, dann rund) diverser Freunde. Nach Erteilung der ersehnten Fahrerlaubnis konnte ich in den Folgejahren diverse Modelle aus dem Hause Audi pilotieren. So zum Beispiel den Audi 80 (B4) 2,8 einer Arbeitskollegin, den Nachfolger Audi A4 (B5) als 1,8 Liter oder auch den oberhalb des Absatzes zu sehenden 2006er Audi A4 (B7) Avant 2.0 TDI einer Autovermietung, der uns aufgrund seines geringen Kofferraumangebots eher enttäuscht hat.

Beeindruckend fand ich dagegen den vom Bekannten gefahrenen 2007er Audi A6 Avant 3.0 TDI, der für mich bis zum damaligen Zeitpunkt eines der gelungensten Gesamtpakete darstellte. Leider habe ich von diesem Wagen auch kein Bild mehr. Ganz vergessen habe ich gerade den auf dem Bild neben mir stehenden Audi Q7, den ich 2005 im Rahmen der Händlervorabpräsentation bestaunen durfte.

Einfach nur geil war der Audi V8 von Sven, der dank 4,2 Litern Hubraum und Abt-Tuning trotz seines Alters und der schieren Größe locker moderne Sportwagen blass aussehen lassen konnte. Leider musste Sven den angehenden Klassiker kürzlich verkaufen.

2008 konnte ich bei einer Fahrveranstaltung einer Online-Community dann zwei damals aktuelle Flitzer bewegen: einen Audi TT TDI und zum Vergleich einen Audi TTS – beide in leuchtendem orange. Ich tendierte natürlich zum TTS, auch wenn ich diesen wegen des „Aufpassers“ auf dem Beifahrersitz nicht so wirklich austesten konnte.

Eine 2009er Audi A6 Limousine mit Dreiliter-TDI konnte mich mit der Fülle von Assitenzsystem nachhaltig beeindrucken und verwirren. So dachte ich beim Vibrieren des Lenkrads kurz, dass mein Handy geschellt hat und war umso erstaunter, als ich mit dem Blick auf den Display keinerlei Vorkommnisse entdeckte. Ich hatte eine durchgezogene Linie überfahren.

Ein weiteres Highlight war sicherlich die leider nur sehr kurze Fahrt im Audi S5 aus prominentem Vorbesitz. Einer irres Geschoss, dass mich mit seinem nicht existenten Ölpeilstab erstaunte. Dort sitzt nur ein Stopfen, der Peilstab für den Ernstfall hängt in der Werkstatt, der Fahrer muss sich auf die Anzeige des Bordcomputers verlassen oder gegen Aufpreis selbst einen Ölmessstab kaufen.

Vor gar nicht allzu langer Zeit hatten wir dann den ersten eigenen Audi zugelassen: einen 199er Audi 100 (C4) mit dem recht kraftvollen, aber auch durstigen 2,8-Liter Sechszylinder. Ein schöner Wagen, auf den ich hier im Blog nochmals genauer eingehen werde.

Ersatzweise fuhr ich dann auch noch den gleichen Wagen mit dem legendären Fünfzylindermotor, also als Audi 100 2,3E – auch ein echt gutes Fahrzeug, dass im Bekanntenkreis aufgrund der geringen Laufleistung noch immer genutzt wird.

Der Besuch der Jahrespressekonferenz 2012 sowie des Museums und Werkes in Ingolstadt war dieses Jahr ein Highlight in Sachen Audi, die Präsentation des neuen Audi A3 auf einer bekannten, spanischen Insel konnte ich leider terminlich nicht wahrnehmen. Mal sehen, wie es weitergeht mit der Marke Audi und mir. Da wird sicherlich noch etwas kommen.

Ein Gedanke zu „Die Marke Audi und ich

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