Ford F-150 Harley-Davidson Pickup

Der gleiche Bekannte, der sich auch schon den Dodge RAM SRT-10 importiert hatte, war irgendwann so angetan von leistungsstarken Pickups aus Amerika, dass er irgendwann ein weiteres Schmuckstück nach Deutschland holte. Diesmal handelte es sich aber um einen Ford.Genauer gesagt hatte es ihm ein 2008er Ford F-150 Harley-Davidson angetan. Dieses Sondermodell sah aber nicht nur gut aus, nein, die Buchstaben auf der Frontscheibe verrieten zudem noch, dass es sich um eine Saleen – Version handelte. Diese schöpfte aus dem V8-Motor mit 5,4 Litern Hubraum dank Supercharger stolze 450 PS. Der Theorie nach verhieß das eine Menge Spaß.

Als der Wagen in Deutschland eintraf, hatte ich die Gelegenheit, ihn zu begutachten und war im ersten Moment doch etwas enttäuscht: fast schon langweilig wirkte er im Vergleich zum martialischen Dodge RAM mit Vipermotor.  Keine Lufthutzen oder ähnliche Anbauteile deuteten auf die Mehrleistung des F-150 hin. Man musste ihm aber zugute halten, dass die Verarbeitung einen wesentlich besseren Eindruck machte. Rein äußerlich war das Sondermodell an diversen Schriftzügen und Logos von Harley-Davidson zu erkennen, selbst die Antirutschmatte auf der Ladefläche war damit versehen. Hatte man die Türen entweder mittels Fernbedienung, Schlüssel oder Zahlencode (!) geöffnet, gelangte man in den Innenraum, der für einen amerikanischen Pickup fast schon einen ungewohnt guten Eindruck machte. Auch hier fand sich das Harley-Logo auf den Ledersitzen sowie auf einer Plakette vor dem Schalthebel.

Leider konnte ich den Wagen nur rund 100 m weit fahren, aber er machte nach dem Einlegen der Fahrstufe und leichtem Antippen des Gaspedals schon den Eindruck, dass er richtig was kann. Meine Frau konnte dies nicht bestätigen. Sie fuhr mit dem Ford unsere Kinder bei meiner Mutter abholen und meinte, dass der Wagen zeitweise recht träge reagiert und sich nicht nach 450 PS anfühlt. Leider hatte sie den SRT-10 nicht gefahren und so fehlte ihr eine Vergleichsmöglichkeit. Bei einer späteren Mitfahrt stellte ich dann fest, dass sehr wohl einiges an Potential in dem Ford steckte, denn beim Ampelstart unter Volllast sowie der folgenden Beschleunigung auf der geraden Landstraße kratzte der Pickup schon ordentlich am Asphalt. Und die Tanknadel fiel mit ähnlicher Geschwindigkeit. Aber das wird man als Käufer sicherlich einplanen. Und der Ford machte wesentlich mehr Lärm als der Zehnzylinder-Dodge, es gab zusätzlich zum üblichen V8-Geblubber auch noch das Pfeifen des Superchargers – leider geil!

Ein Gedanke zu „Ford F-150 Harley-Davidson Pickup

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