Piaggio Vespa 400 – klassischer Vespa mit vier Rädern

Die beiden nachfolgenden Bilder sandte mir Martin, den einige Leser ja bereits kennen, da er sich einen ehemaligen Bücherbus zur fahrbaren Wohnung umbaut. Sie zeigen einen kleinen roten Wagen, den ich spontan zwar passenderweise Italien als Herkunftsland zugeordnet hätte, aber fälschlicherweise eher in die Ecke Fiat geschoben hätte.

Dabei handelt es sich aber um einen Kleinstwagen aus dem Hause Piaggio. Die waren mir bis dato nur als Hersteller von Rollern und dreirädrigen Fahrzeugen wie dem Ape bekannt. Doch auch Piaggio versuchte mit der Cabriolimousine Vespa 400 gegen Goggomobil und Co. anzukämpfen. Die Modellbezeichnung beschreibt dabei nicht das Gewicht, dass knapp unter 400 kg liegt, sondern, wie im Fahrzeugbau üblich, den Motor. Fast 0,4 Liter Hubraum wies der kleine Zweizylinder-Zweitaktmotor auf und brachte es damit auf eine Leistung von 20 PS. Der nur zirka 2,80 m kurze Wagen war dabei im Gegensatz zu vielen Konkurrenten in klassischer Karosserieform mit Motorraum, Fahrgastzelle und Kofferraum gebaut.

Der Piaggio Vespa 400 war allerdings kein klassisches Cabriolet, in der feststehenden Karosserie ließ sich lediglich ein Stoffdach nach hinten rollen, ähnlich wie man es heutzutage von der Ente kennt. In der Bauzeit von 1957 bis 1961 wurden etwas über 30.000 Stück gebaut, auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind sie aber eher selten zu finden. Interessanterweise sind die meisten Fahrzeuge in Frankreich anzutreffen, da sie dort auch gebaut wurden und nicht in Italien, wie man vermuten könnte. Ein witziger Oldtimer, den ich mit geschlossenem Dach vermutlich gar nicht fahren könnte.

2 Gedanken zu „Piaggio Vespa 400 – klassischer Vespa mit vier Rädern

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