Die Marke Renault und ich

Mit der Marke Renault bin ich schon in frühen Kindesjahren in Kontakt gekommen, wie das folgende Bild eindrucksvoll beweist.

Es zeigt mich vor dem Renault 4 – kurz R4 genannt – meiner Mutter. Der R4 ist eines der frühen Exemplare, wurde in den damals nach Führerscheinerwerb noch unerfahrenen Händen meiner Mutter von selbiger bei einem Unfall in einen nicht mehr brauchbaren Zustand versetzt. Es folgte ein weiterer R4 und dann ein R5 oder Renault 5, wenn ich mich noch recht an die Erzählungen erinnere, denn eigene Erinnerungen habe ich an diese Fahrzeuge natürlich nicht mehr. Zumal der hier gezeigte Wagen auch der einzige ist, von dem ein Foto existiert.

Erinnern kann ich mich an den schwarzen Renault 21 Nevada meines Vaters. Den Wagen fuhr ich irgendwann nach bestandener Führerscheinprüfung eine Zeit lang. Leider habe ich ihn auch zerstört, wenn ich mich recht entsinne. In dieser Zeit kannte ich sonst kaum Renault-Fahrer und kam daher nur wenig mit der Marke aus Frankreich in Berührung.

1993 konnte ich zeitweise den neuen Renault Twingo meines Vaters bzw. seiner Lebensgefährtin fahren. Dieser fiel aus zwei Gründen auf: erstens war er damals neu auf den Markt gekommen und zweitens war dieser Wagen auch direkt getunt worden: Sportlenkrad, Alufelgen, dickes Endrohr, Aufkleber inkl. Wimpern über den Scheinwerfern. Da hat jeder hingeguckt. Zu etwa gleicher Zeit konnte ich von damaligen Kollegen aus der Firma leihweise auch ganz unterschiedliche Renaults fahren (anscheinend hatte man ein Abkommen mit dem örtlichen Renault-Händler). Dabei waren ein damals aktueller Renault Clio mit 75 PS, ein Renault 19 (kurz R19) Cabriolet der Faceliftversion mit 16V-Motor sowie ein Renault Espace II mit Sechszylindermotor und 150 PS, der sich prima zum Golf-GTI-Fahrer-ärgern eignete.

Ich weiß nicht, ob es die positive Erfahrung mit dem kleinen Franzosen war, aber auf jeden Fall nannte ich später auch einmal einen Twingo mein Eigen. Von diesem existiert leider nur dieses sehr schlechte Bild. Das 98er Modell hatten wir mit schon sehr hoher Laufleistung, aber in gutem Pflegezustand befindlich gekauft. Geholfen hat es nichts, irgendwann verabschiedete sich der Motor und wir haben den Wagen mit Motorschaden (anscheinend viel zu günstig) verkauft. Bis dahin hatten wir aber viel Freude an dem Kleinen.

Renault Mégane R.S. – gesehen auf der Aachener Automobilausstellung 2012

Danach wurde es bei uns ruhig um die Marke, selbst besaßen wir bis heute keinen Renault mehr, im Verwandten- und Bekanntenkreis gab es nur mal den ein oder anderen wenig interessanten Renault Mégane Scenic. Erst vor Kurzem wurde es noch einmal richtig interessant: nach der Veranstaltung am Nürburgring konnte ich den Wagen eines anderen Bloggers zumindest kurz mal durch die umliegenden Dörfer pilotieren. Sebastian Bauer von passion:driving war nämlich mit seinem Renault Mégane R.S. vor Ort – einem 250-PS-Geschoß, dass mit allen Optionen voll auf Rennport ausgelegt ist. Hier gibt es nicht nur ein paar sportliche Sitze und Spoiler, sondern individuelle Anpassungsmöglichkeiten von Kennlinien, Anzeigen von Werten wie G-Kräften und Ähnlichem – also das volle Programm. On top gibt es eine süchtig machende Soundkulisse, wenn man innen den richtigen Knopf drückt. Dann ist auch schnell vergessen, dass es sich um einen Fronttriebler handelt. Leider war die Fahrt wie erwähnt sehr kurz und so war klar, dass ich mal bei Renault wegen eines Testwagens anfragen würde.

Leider ist das mit Renault und den Bloggern so eine Sache, der angeblich zu kleine Fahrzeugpool wird, wie bei manch anderem Hersteller auch, als Standardausrede benutzt, um Blogger nicht mit Fahrzeugen bedienen zu müssen. Also werde ich wie Jens, der für seinen Twizy-Test auf Rad-ab.com ebenfalls diesen Schritt ging, einen Händler finden müssen, der meine Seite mit einem Tester unterstützt. Bei einem Mégane R.S. sicherlich kein leichtes Unterfangen. Apropos Renault Twizy: in dem hatte ich vor Kurzem ja auch das erste Mal gesessen. Irgendwie komisch. Vielleicht sollte ich den auch mal fahren.

Wie sind eure Erfahrungen mit der Marke Renault? Oder fahrt ihr sogar einen?

3 Gedanken zu „Die Marke Renault und ich

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