Motorisiertes Fundstück der Woche: Maserati Ghibli

In Ordnung, ich gebe es zu: ich war früher CB-Funker. Und warum auch immer hatte ich mir als Rufnamen „Maserati“ ausgesucht. Da dies in jungen Jahren war und somit schon ewig her ist, kann ich mich nicht mehr erinnern, warum ich ausgerechnet diesen Namen wählte. Unter meinen damals eigentlich favorisierten Fahrzeugen war meiner Erinnerung nach kein Maserati zu finden, aber vielleicht weiß ich es nur nicht mehr.

Dabei baute der italienische Sportwagenhersteller früher wirklich schöne Fahrzeuge, wie ein Besuch bei meiner Mutter vor einiger Zeit zeigte. Denn vor der Tür parkte eine schwarze Schönheit, die ich erstaunlicherweise aus einiger Entfernung keinem Hersteller zuordnen konnte. Näher dran war am Heck des Wagens „Maserati Ghibli“ zu lesen und schon war ich entschuldigt, denn einerseits wurden diese vor meiner Zeit gebaut und andererseits stehen sie heute ja nicht an jeder Ecke.

Kurze Zeit darauf vernahmen wir beim Kaffeekränzchen verweilend eine brachiale Geräuschkulisse. Der Achtzylindermotor des Maserati Ghibli war zum Leben erwacht und sein Besitzer sorgte bei seiner Abfahrt für einen irren Sound in den Häuserschluchten der Aachener Innenstadt. Eine spätere Recherche ergab, dass es sich bei dem Wagen um einen Ghibli der ersten von 1966 bis 1973 gebauten Generation handelte. Gerade einmal 1.149 Coupés wurden in der gesamten Bauzeit produziert. Basismotor war ein V8-Triebwerk mit 4,7 Litern Hubraum, das 310 PS leistete. Ab 1969 war alternativ zum Ghibli 4700 auch eine Version namens 5000 SS mit einem auf 4,9 Litern vergrößerten Hubraum und einer Leistung von 335 PS erhältlich, die dem Sportwagen zu einer Höchstgeschwindigkeit von 275 km/h verhalf.

Schon damals war der Preis des Neuwagens mit rund 73.000 Mark nicht ohne, heute kosten sie das Gleiche oder mehr in Euro und das Angebot ist verschwindend gering. Ich finde den Maserati Ghibli zeitlos schön. Und ihr?

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