Fahrzeugfolierung – die Alternative zur Lackierung

Früher gab es am Auto nur zwei Folien: den wenig dekorativen D-Aufkleber am Heck des Wagens und die vom Kumpel oder in Eigenregie in der Autoabteilung des Baumarkts gekaufte und schlecht angebrachte Tönungsfolie an den Scheiben, die irgendwann ganz „tolle“ Muster aufwies. Im gewerblichen Bereich war zudem noch die Fahrzeugbeschriftung anzutreffen.

Heute ist Folie im Fahrzeugbereich ein allgegenwärtiges Thema und häufig sieht man es nicht einmal, wenn ein Wagen foliert ist – vorausgesetzt, es ist gut gemacht. „Und genau da liegt das Problem.“ wie Tom Gerards, Geschäftsführer der CCG automotive GmbH in Monschau – Imgenbroich, beim Ortstermin erklärt. Viele Hobbyschrauber kaufen sich im Baumarkt einen Heißluftföhn, besorgen sich im Internet billige Folie und glauben mit der Fahrzeugfolierung in der heimischen Hinterhofgarage einen schnellen Euro machen zu können.

Doch es gibt Einiges zu beachten. An erster Stelle steht die Materialauswahl. Hier setzt CCG als offizielle CFC Styling Station auf Topmaterialen, die zwar ihren Preis haben, aber auch eine entsprechende Qualität aufweisen. Hinzu kommt die langjährige Erfahrung der Mitarbeiter sowie die Qualität der Verarbeitungswerkzeuge. So muss beispielsweise je nach Folie eine unterschiedliche Temperatur bei der Verarbeitung berücksichtigt und angepasst werden. Wie auch beim Lackieren sind bei einer Teil- oder Vollverklebung die Vorarbeiten extrem wichtig. Die gründliche Reinigung der zu beklebenden Oberflächen hat oberste Priorität, das Beseitigen von Dellen ist obligatorisch. Natürlich werden Anbauteile wie Schutzleisten und Scheinwerfer entfernt, um hier die Folienkanten „unsichtbar“ verschwinden zu lassen. Dafür ist eine geeignete Werkstatt mit den typischen Werkzeugen unerlässlich. Dazu gehören auch fahrzeugspezifische Spezialwerkzeuge, die ein Hinterhoffolierer sich gar nicht leisten könnte.

Ebenso wenig wie die Garantie die CCG auf Vollverklebungen oder Scheibentönungen gibt. Hier erfolgt nach einer Woche auch eine Nachkontrolle, bei der eventuell auftretende Mängel direkt behoben werden. Besonders schwierig sind die Kleinigkeiten: Türgriffe, Außenspiegel und Co. sind klein, weisen Wölbungen auf und trennen bei den Folierern die Spreu vom Weizen. Dabei gilt es auch die Details zu beachten. So zum Beispiel die Laufrichtung des Musters beim aktuell sehr angesagten Carbon-Look.

Schön ist, dass es kaum Grenzen gibt. Es gibt Folien in allen möglichen Farben. Wem das nicht individuell genug ist, der kann sich auch sein Wunschmuster drucken lassen. Fahrzeuge im Look einer Tageszeitung oder einem Haufen Geldscheine – dank Digitaldruck kein Problem. Und wenn einem das Design nach einiger Zeit nicht mehr gefällt, lässt sich die Folie einfach wieder entfernen, was sicherlich einen weiteren Vorteil gegenüber einer Lackierung darstellt. Der Lack wird zudem geschützt, Steinschlag hat im Normalfall keine Chance. Gerade in der heutigen Zeit der Leasingfahrzeuge ein nicht zu unterschätzender Faktor. Auch die Tatsache, dass die Vollverklebung günstiger als eine herkömmliche Lackierung ist, spricht für die Folie. Das geht bei rund 950 Euro für einen Kleinwagen los. Nach oben sind dem Ganzen natürlich je nach Fahrzeug und Gestaltungswunsch sowie der daraus resultierenden Arbeitszeit kaum Grenzen gesetzt. Eine normale Folierung beansprucht dabei übrigens rund 3 bis 5 Werktage.

Ich habe wirklich nachgehakt, doch richtige Nachteile wollten uns nicht einfallen. Selbst Felgen lassen sich mittels Sprühfolie in den angesagten matt-schwarzen Look hüllen. Sollte euch etwas einfallen, schreibt es einfach in die Kommentare zu diesem Beitrag. Ich werde eventuelle Nachteile dann noch mal zur Sprache bringen und gehe davon aus, dass CCG diese fachgerecht kommentieren wird.

Wer sich persönlich von der Arbeit der Jungs (und Mädels) überzeugen möchte, kann dies beispielsweise beim Monschauer Wirtschaftstag, der dieses Jahr am Sonntag, den 23. September 2012 stattfindet und bei dem CCG einige folierte Fahrzeuge ausstellen wird, unter anderem auch den mittlerweile in Tunerkreisen schon bekannten Dodge Challenger in zweifarbiger Folierung. Und auch online ist die CCG automotive GmbH anzutreffen: auf der eigenen Seite unter http://www.ccg-automotive.de/ sowie bei Facebook unter http://www.facebook.com/CCG.automotive – klickt mal rein!

Weitere Bilder hinter den Kulissen von CCG:

Disclaimer: Nein, ich habe für diesen Beitrag keine kostenlose Vollfolierung erhalten (Warum eigentlich nicht?!?). Tom Gerards ist ein ehemaliger Klassenkamerad und da mich das Thema interessierte, nutzte ich diesen Kontakt in der Branche. Leider muss man heutzutage ja so etwas schreiben, da einem sonst die tollsten Dinge unterstellt werden.

5 Gedanken zu „Fahrzeugfolierung – die Alternative zur Lackierung

  • 31. August 2012 um 13:27
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    Auch ich hab mein Auto bei den Jungs foliieren lassen und bin begeistert von der Arbeit! Der Anruf, als dasvAuto eigentlich in zweifarbig fertig war und man mir dann vorschlug, die Felgen noch zu foliieren, da die silbernen Räder einfach nicht farblich passten, war dann die Krönung des Service. Bis jetzt hält alles, auch mehrmals Waschanlagenerprobt,,keine Probleme!

    Antwort
    • 31. August 2012 um 13:51
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      Danke für Deinen Erfahrungsbericht!

      Antwort
  • 31. August 2012 um 13:27
    Permalink

    Cooler Beitrag. In meinen Augen wird das Folieren die klassische Auto(nach)lackierung ersetzen. Ein problem bleibt aber: Wenn der Lack bzw. das Blech nicht mehr eine Unterlage glatt wie ein Babypopo bietet, geht es auch da ohne Spenglerei nicht ab.

    Antwort
    • 31. August 2012 um 13:52
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      Danke, Mario. Glaube auch, dass das in Zukunft mehr wird.
      Das Problem des schlechten Untergrundes hatte ich ja schon kurz angerissen. Da muss halt eine entsprechend gute Vorarbeit geleistet werden.

      Antwort
  • Pingback: Deutscher Auto Blogger Digest vom 31.08.2012 › "Auto .. geil"

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