Gefahren: 2012 Ford Focus 1.0 EcoBoost

Immer, wenn ich in der letzten Zeit im Fernsehen die aktuelle Werbung zum neuen Ford Focus 1.0 EcoBoost sehe, muss ich – zumindest innerlich – schmunzeln. Dafür gibt es zwei Gründe: einerseits wird er natürlich als neu beworben und ich habe ihn bereits vor gut einem halben Jahr gefahren, andererseits kommt mir daher auch die im Werbespot zu sehende Landschaft irgendwie bekannt vor. Ford hatte kurz vom Genfer Autosalon nach Nizza geladen, um von dort aus in Zwei-Mann-Teams den Ecoboost-Ford auf einer rund 550 km langen Route nach Lausanne in der Schweiz zu erfahren.

Und so ging es nach einer kurzen Nacht früh morgens an die Ausgabe der Fahrzeuge. Mein „Beisitzer“ für den Tag war Sven Wiesner von beesocial, der sich einen roten Turnier (so werden die Kombis bei Ford genannt) gewünscht hatte und auch bekam. Und so bestritt er die ersten Kilometer der Tour und ließ es zum Wachwerden gleich mal ordentlich krachen. Und wir waren erstaunt, wie zügig der kleine Dreizylinder zu Werke ging. Man mag von diesem ganzen Downsizing-Wahn ja halten, was man will, aber im Falle des Ford Focus 1.0 ist das Ganze echt gut gelungen.

Der erste Schock erfolgte beim Fahrerwechsel / Fotostopp: der Schlüssel war weg, wurde dann aber außen an der Frontscheibe liegend wiedergefunden. Der Rest der Tour führte uns durch beeindruckende Landschaften Frankreichs, über kurvige Bergstraßen und durch kleine Dörfer. Es gab riesige Temperaturunterschiede zu erleben und entsprechende Straßenuntergründe bis hin zu ein wenig Schnee in den Bergen. All dies meisterte der Focus mit dem kleinen Turbo recht souverän, die langsam abfallende Drehzahl lässt das Schalten anfänglich merkwürdig wirken, aber man gewöhnt sich schnell daran. Auch wenn es beim Herausbeschleunigen etwas an Leistung fehlt, merkt man kaum, dass man nicht in einem der klassenüblichen 1,6-Liter-Fahrzeuge sitzt.

Apropos Liter: eines der Hauptargumente fürs Downsizing ist ja wohl der niedrige Verbrauch. Die Werksangabe von unter 6 Litern konnten wir nicht erreichen. Wenn es ganz gut lief, waren wir knapp über 7 Litern, meist aber eher Richtung 8, was natürlich auch am Testfahrstil lag. Bis auf ein paar optische Schwächen – zum Beispiel das „Radio“ oder aber den großen Spalt über der vorderen Fordpflaume, der mich immer vermuten lässt, die Haube sei noch geöffnet – gefiel mir der Ford Focus Turnier 1.0 Ecoboost sehr gut. Ob er allerdings den Standardmotor ablösen wird, wage ich zu bezweifeln – der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Hier noch weitere Bilder vom Ford Focus Turnier 1.0 Ecoboost:

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