Nissan Pathfinder – der findet seinen Weg

Der Nissan Pathfinder ist ein hier auf dem Land häufig zu sehender Wagen. Das liegt einerseits am im Nachbarort sitzenden Nissan-Händler, andererseits sicherlich auch am hohen Nutzwert. Egal ob Landwirt, Pferdebesitzer oder Bauunternehmer, der Pathfinder ist ein Arbeitsgerät für jedermann, kann dabei als Siebensitzer aber zum Beispiel auch 6 Kinder zum Sport bringen und ist somit auch etwas für die erfolgreiche Familienmanagerin.

Was spiegelt sich denn da im Lack des Nissan Pathfinder?
Ein Nissan Leaf!

Rein äußerlich ist der Nissan Pathfinder ganz eindeutig in die Fahrzeugklasse der Geländewagen einzuordnen. Hier haben wir es definitiv nicht mit einem kleinen SUV zu tun, sondern mit einem robusten Offroader in typisch bulliger Optik. Wir reden schließlich von rund 2,2 Tonnen Leergewicht (je nach Version und Ausstattung) verteilt auf eine Gesamtlänge von 4,81 m. Um die trotzdem unfallfrei in eine Standardparklücke in der Innenstadt bugsieren zu können, gibt es optional eine Rückfahrkamera. Das Farbbild wird dabei auf dem großen Monitor angezeigt, auf dem man sonst Infos zur Musik oder die Navigation angezeigt bekommt.

Nissan Pathfinder auf Abwegen

Hier gibt es auch einen kleinen Kritikpunkt, denn manchmal scheint das Navigationssystem etwas orientierungslos. So ist es mir schon mal hinterher gehinkt, was in unbekannten Gegenden nicht gerade vorteilhaft ist. Und auch die Tatsache, dass es auch schon mal der Meinung ist, ich würde mich abseits befestigter Straßen befinden, ist eher amüsant, denn hilfreich. Vielleicht überfliegen einfach zu wenig Satelliten diese ländliche Gegend hier – ich weiß es nicht. Meine anfängliche Verwirrung darüber, dass das Navi jeden Autobahnparkplatz als Raststätte bezeichnet und man somit auch mal drei Rastplätze in Folge angezeigt bekommt, erschwert die Planung der Stopps zwecks Nahrungsaufnahme zwar etwas, ist aber kein Beinbruch. Es sei denn, man muss tanken. Aber dafür gibt es ja die großen blauen Tafeln am Wegesrand.

Apropos Tanken bzw. Verbrauch: dieser hielt sich tatsächlich im Rahmen und somit auch weitestgehend im Bereich der Herstellerangabe auf. Bei dem Testfahrzeug handelte es sich um einen Nissan Pathfinder 2.5 dCi, also mit der „kleinen“ Motorisierung. Der Pathfinder wird seit 2007 in Deutschland ja nur noch als Diesel angeboten und als Alternative zum 2,5-Liter-Treibwerk haben die Japaner noch ein Aggregat mit drei Litern Hubraum im Angebot. Dabei finde ich den 2,5 Liter mit seinen 190 PS und den 450 Nm Drehmoment durchaus ausreichend, wenn auch etwas laut. Ob man zur Kraftübertragung das von mir gefahrene Schaltgetriebe mit 6 Gängen oder die Fünfstufenautomatik wählt, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Die Höchstgeschwindigkeit entsprach übrigens der Leistung, 190 km/h sind möglich, bereiten in einem Geländewagen aber nur wenig Freude.

Da lässt man es lieber langsamer angehen, wenn man die Straße verlässt sogar noch langsamer. Dies ist dank des Allradantriebs mit Geländeuntersetzung (und pfiffiger Details wie das zugunsten des Böschungswinkels abgeschrägten Auspuffendrohres) auch kein Problem. Man wählt aus den vier Fahrstufen einfach die passende aus und schon kann man ordentlich Dreck aufwühlen. Diesen sollte man übrigens entfernen, so lange er noch feucht ist. Lässt man den Matsch, so wie ich es fälschlicherweise getan habe, über Nacht gut eintrocknen, hat man in der Waschanlage am nächsten Tag ganz gut zu tun (vor allen Dingen im Bereich der Trittbretter, die meiner Meinung nach auch im Alltag eher nachteilig sind) und der Münzschlitz des Dampfstrahlers freut sich über die reichhaltige Fütterung.

Große (Heck-) Klappe am Nissan Pathfinder.

Auch der Kofferraum des Pathfinders lässt sich reichhaltig füttern, bietet er doch ausreichenden Raum und einen ebenen Boden. Klappt man die dort versenkten Sitze der dritten Reihe aus, was übrigens kinderleicht geht, nimmt der Platz fürs Gepäck zwar drastisch ab, dafür bietet sich aber auch die Möglichkeit des eingangs erwähnten Kindermassentransports. Denn menschliche Lebewesen, die die Größe eine Kindes überschreiten, werden sich in der letzten Sitzreihe aufgrund des typisch eingeschränkten Platzangebots nicht wohlfühlen. Der Zugang erfolgt wie gewohnt durch die hinteren Seitentüren, da sich die Sitze in der zweiten Reihe nach vorne klappen lassen. Der Kofferraum ist übrigens auf zwei Wegen erreichbar: entweder durch Hochklappen der Heckscheibe, wenn man beispielsweise nur Kleinkram in den Kofferrum legen möchte, oder aber durch eine konventionell nach oben schwenkende Heckklappe.

Insgesamt war ich vom Nissan Pathfinder recht überzeugt. Den wenigen negativ aufgefallenen Kleinigkeiten stand ein robustes Arbeitstier im Ausgehanzug gegenüber, dass mit einem hohen Nutzwert zum vergleichsweise günstigen Preis aufwarten konnte. Natürlich lässt sich dieser durch diverse Häkchen in der Aufpreisliste entsprechend nach oben schrauben, aber das ist bei anderen Herstellern ja auch nicht anders. Sinnvolle Features wie die erwähnte Rückfahrkamera erleichtern den Alltagseinsatz im Pathfinder ungemein und sind daher uneingeschränkt zu empfehlen. Wie der ganze Nissan Pathfinder.

Hier noch ein paar Bilder vom Nissan Pathfinder:

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