Aston Martin Cygnet – hartnäckige Gerüchte

Es ist schon interessant, wie hartnäckig sich Gerüchte halten können. Im Rahmen des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring waren einige Aston Martin Cygnet zu sehen. Wem das nichts sagt: es ist ein Kleinstwagen von Aston Martin. Okay, eigentlich ist es „nur“ ein überteuerter Toyota IQ, dessen Preis durch diverse Modifikationen an der Karosserie sowie einem edleren Interieur in für einen Wagen dieser Fahrzeugklasse exorbitante Höhen getrieben wurde. Und er lässt sich durch Individualisierungswünsche noch weiter Richtung Mond katapultieren. So kann man den stattlichen Grundpreis von 37.995 Euro (ein Toyota IQ ist mit dem großen Motor bereits ab 15.000 Euro zu bekommen) durch nur wenige zu wählende Extras auf bis zu fast 50.000 Euro hochschrauben. Das sind für mich als „Umrechner“ läppische 100.000 DM – da gab es früher mal einen schicken Mercedes für.

Zurück zum japanischen britischen Zwerg mit japanischer Technik. Es gibt nur einen Motor im Cygnet: den größten Motor aus dem IQ. Dieser schöpft aus 1,3 Litern immerhin 98 PS. Beim Getriebe hat man dann aber immerhin die Wahl zwischen dem serienmäßigen Schaltgetriebe mit sechs Gängen oder dem aufpreispflichtigen Automatikgetriebe, das stufenlos seinen Dienst verrichtet. Eine Leistungssteigerung, wie man sie von einem Sportwagenbauer erwartet hätte, gibt es leider nicht.

Kommen wir zu den Gerüchten. Als ich vor dem hier gezeigten Aston Martin Cygnet stand, flüsterte mir ein weiterer Betrachter zu „Den bekommen sie nur, wenn sie schon einen Aston Martin haben.“ Das hörte ich an dem Tag ein paar mal. Die Steigerungsform war „Den bekommen sie beim Kauf eines normalen Aston Martin auf Wunsch dazu.“ Tatsächlich hat Aston Martin anfänglich darüber nachgedacht, den Wagen nur Bestandskunden anzubieten. Doch eigentlich ist schon seit geraumer Zeit bekannt, dass man zwar als Bestandskunde bevorzugt behandelt wird, aber jeder Kaufinteressent einen Cygnet erwerben kann, selbst wenn er noch keinen Aston Martin in der Garage hat. Aber auf die Idee werden wohl die wenigsten Menschen kommen, auch wenn es mit der Aston Martin Cygnet Launch Edition (black oder white) gerade ganz schöne Sondermodelle des kleinen Flitzers gibt.

Auf alle Fälle wird man beim MI6 in Sachen Bordbewaffnung aufgrund des geringen Platzangebotes wohl auf ein kleineres Kaliber wechseln müssen, sollte Doppel-Null-Agent James Bond jemals einen Aston Martin Cygnet fahren müssen.

5 Gedanken zu „Aston Martin Cygnet – hartnäckige Gerüchte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.