Modellbaupark und Eisenbahnhaus in Monschau

Heute geht es mal wieder um Fahrzeuge mit Elektromotor. Damit meine ich allerdings nicht den Nissan Leaf, den wir derzeit im Dauertest fahren, sondern Fahrzeuge in kleineren Maßstäben. Immerhin begegnete mir dabei auch ein anderer Nissan, doch dazu später mehr. Denn erst einmal möchte ich erklären, wo wir waren und warum.

Unser Sohn war im Vormittag unterwegs und kam ganz aufgeregt aus dem Nachbarort Monschau zurück. Er erzählte etwas von einem Laden, in dem eine riesige Carrerabahn aufgebaut sei und auf der man mit den verschiedensten Fahrzeugen fahren könne. Und das sogar zu viert! Meine Neugierde und die unserer Tochter war natürlich sofort geweckt und so machten wir uns im Nachmittag auf den Weg zum Monschauer Handwerkermarkt. Eines der dort seit rund fünf Jahren ansässigen Geschäfte ist das Eisenbahnhaus, das auch unter der gleichnamigen Domain eisenbahnhaus.de im Internet zu finden ist – samt Onlineshop. Das hatte ich bisher zwar schon einmal gesehen (und ich war begeistert von den wirklich interessanten Modellautos, da hier auch viele ältere Fahrzeuge zu finden waren), an einen dahinter befindlichen Bereich kann ich mich allerdings nicht erinnern. Drin waren wir auf jeden Fall nicht.

Und so führte uns diesmal der Weg in den separaten Bereich der Halle, in dem es die verschiedensten Angebote gab. Im Modellbaupark Monschau gibt es eine große, bergig modellierte Fläche, auf der man einen ferngesteuerten Panzer inklusive drehbarem Turm fahren kann. Direkt daneben wurde ich an meine Kindheit erinnert: die klassische Dampfmaschine von Wilesco, wie mein Vater sie früher hatte, gibt es auch heute noch. Und auch das ganze Zubehör, dass mit ihr angetrieben werden kann. In einem großen Becken war wohl mal das Fahren ferngesteuerter Boote möglich. Jetzt war ist leer und es gibt Rampen, über die man ein RC-Auto springen lassen kann.

Das Prunkstück ist sicherlich die große Eisenbahnanlage. Nicht so groß wie das berühmte Miniaturwunderland, aber auch hier gibt es reichlich viele Details und Szenen zu entdecken. Immerhin ein Jahr lang haben drei Leute an der Schauanlage gearbeitet. Und wie beim Hamburger Vorbild ist auch hier auf der Anlage in Monschau Einiges los: im Autokino läuft ein Film, ein Bus dreht wie die Propeller einiger Windräder seine Runden und natürlich fahren auch verschiedenste Züge ihre Strecken ab. Schön finde ich als Freund klassischer Automobile natürlich den Einsatz vieler älterer Fahrzeuge vom Ford Capri über die Doppelstoßstangen-S-Klasse bis hin zum Porsche 928. Hier kann man auch ganz prima seine Zeit „vergeuden“ und ehe man sich versieht, ist bereits eine Stunde herum und man hat noch immer nicht alles entdeckt.

Neben einer LGB-Eisenbahn und einer kleinen, typisch zweispurigen Carrerabahn gibt es dann noch die zweite große Attraktion im Modellbaupark Monschau, von der uns unser Sohn wie eingangs erwähnt, bereits vorgeschwärmt hatte: die große Carrerabahn. Diese ist vierspurig und bietet auf einer Streckenlänge von gut 32 Metern eine schöne Mischung aus längeren und kürzeren Geraden sowie weiten und engen Kurven. Gerade für mich als ungeübten Fahrer (meine letzte Slotcarbahn hatte ich als Kind) waren da ein paar knifflige Kurven bei, in denen es meinen Wagen fast in jeder Runde aus der Bahn warf. Ausgerechnet ein weißer Nissan GT-R, wie ich ihn vor Kurzem noch im Maßstab 1:1 gefahren habe, ging zwar auf den Geraden echt gut, war mich in den Kurven aber kaum zu kontrollieren. Die Chevrolet Corvette C2 war da aufgrund eines eingesetzten Magneten für mich schon besser zu kontrollieren. So hat man halt die Möglichkeit verschiedene Fahrzeuge verschiedener Slotcar-Hersteller zu testen. Das wichtigste Geräte war in meinem Fall aber sicherlich der Greifarm, um mein havariertes Fahrzeug auf der Strecke oder in der Dekoration wieder einzusammeln.

Es hat auf jeden Fall mächtig Spaß gemacht und man hat mit dem Modellbaupark Monschau eine schöne Indoor-Freizeitbeschäftigung, wenn das Wetter mal wieder eifeltypisch ungemütlich ist. Geöffnet ist er, genauso wie das Geschäft von 10.00 bis 18.00 Uhr – auch sonn- und feiertags. Derzeit ist montags Ruhetag, was aber ein wenig von den saisonalen Bedingungen abhängt. Der Eintritt in den Modellbaupark beträgt 4,50 Euro für Erwachsene und 3,00 Euro für Kinder. Und wem der Spaß des Tages dann noch nicht reicht, der kann sich im Laden dann mit entsprechendem Equipment eindecken. Bei uns fliegt jetzt ein RC-Hubschrauber durch die Wohnung und auch auf ein kleines RC-Auto muss man nun achten. Hauptsache, die Kinder haben Spaß!

Nachfolgend noch ein paar Bilder, die leider nicht so gut geworden sind, da meine Kompaktkamera trotz geänderter Einstellung mit der Art der Lichtverhältnisse nicht zurechtkommt.

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