Toyota GT86 – Wirklich zu wenig Leistung oder nur zu hohe Erwartungen?

Für einige Zeit hatte Toyota kein sportliches Fahrzeug mehr im Programm, nach MR-2, Celica und Supra war irgendwann Schluss. Umso mehr freuten sich alle Fans der Marke, als man verkündete, wieder ein Sportcoupé zu bauen. Und da sind wir auch schon beim Problem. Im Internet ist in Blogs, Foren und Portalen sowie auf diversen Social-Media-Seiten wie Facebook und Co. nun immer häufiger zu lesen, dass der Wagen viel zu wenig Leistung hätte.

Copyright Toyota, 2012

Dabei ist es doch, wie erwähnt, „nur“ ein Sportcoupé und kein Sportwagen. Das scheinen viele zu verwechseln. Der Toyota MR-2 der zweiten Generation hatte anfänglich beispielsweise auch nur 156 PS, hat aber aufgrund des Mittelmotors und der damit verbundenen Straßenlage, die der eines Gokarts glich, extrem viel Fahrfreude bereitet, auch wenn auf der Autobahn bei zirka 245 km/h das Ende der Fahnenstange erreicht war. Doch dafür war der Wagen doch gar nicht gedacht.

Und ähnlich wird es sich auch mit dem neuen Toyota GT86 verhalten. Der vorne unter der Haube befindliche Boxermotor schöpft aus seinen zwei Litern Hubraum immerhin 200 PS, die – was in dieser Fahrzeugklasse eher unüblich ist – an die Hinterräder übertragen werden. Der Heckantrieb wird also garantiert für Fahrspaß sorgen, wenn man den Wagen beherrscht. Und da reichen 200 PS meines Erachtens locker aus. Zuverlässig scheinen sie auf jeden Fall zu sein, denn beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring kam bereits ein Toyota GT86 zum Einsatz, dass auch tatsächlich die komplette Zeit durchhielt.

Und wer bei einem Einstiegspreis von rund 30.000 Euro einen reinrasigen Sportwagen mit 500+ PS erwartet, der ist eh im falschen Film …

4 Gedanken zu „Toyota GT86 – Wirklich zu wenig Leistung oder nur zu hohe Erwartungen?

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  • 11. Juni 2012 um 12:42
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    Zitat: „Dabei ist es doch, wie erwähnt, “nur” ein Sportcoupé und kein Sportwagen.“

    Ich find auch, dass der eher ein Designpreis verdient als einen von „Popular Science“ wie ihn Porsche Carrera GT bekommen hat.

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  • Pingback: Kurze Fahrt im Toyota GT86 » Toyota » Motor-inside.com

  • 7. Juni 2013 um 00:02
    Permalink

    Es ist nicht die mangelnde Leistung,sondern die schlechte Leistungscharakteristik.Hochdrehzahl ist im Alltag nervig und
    erhöht den realen Verbrauch.Der BRZ braucht real 8-11L Super Plus!!!
    Und man zwängt sich nicht in ein Sportcoupe,um von jedem Kombi abgehängt zu werden.226km/h Topspeed für 200PS sind mager,schafft ein Kompakt-SUV X1 auch,der Calibra Turbo 4×4(Allrad=mehr Verlust) schaffte mit 204PS 245km/h.
    Der Corrado VR6 schaffte 237km/h mit 193PS und ca.7sec./100 und das mit 6Zylindersauger bei etwa gleichem Gewicht des BRZ.
    Ich hatte mal eine Ford Probe 2,5V6,163PS 220km/h 8sec auf 100auch leicht,400l Kofferraum,8-11 L Super Durchzug ab 1000U/min.Anfahren im 3.Gangmöglich 5.Gang von 35km/h(900U/min)-240Tacho(227km/h real),der hatte nur 217Mn aber ab Leerlauf-6000U/min.
    Übrigens:Die EU Lobby hat 2007 die Zulassungsbestimmungen für Fahrzeuggewichtsklassen eingeführt.Kleine Autos dürfen nur kleine Motoren bekommen,aber dicke Limos/SUV´s V6 und Co.Genau falsch der gleiche Motor ist im Sportcoupe,der günstigsten!! Karosserieform sparsamer und schneller…Deutsche Lobbyarbeit halt,wir leben in einer Wirtschaftsdiktatur.

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