Bin ich zu schwer oder ist der Motor zu schwach?

Im Rahmen des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring, zu dem mich Nissan dieses Jahr freundlicherweise eingeladen hat, stand den Gästen des japanischen Automobilherstellers die Kartbahn am Ring einen Tag lang exklusiv zur Verfügung. Die Herausforderung: Fahre eine respektable Zeit, um Dich für die Finalrunden am Abend zu qualifizieren. Ich war schon recht zeitig vor Ort und begegnete im Eingangsbereich an der Anmeldung wartend Sebastian Bauer von passion:driving nebst Freundin, die gerade ihre Runden hinter sich gebracht hatten. Sebastians Urteil: Die Motoren der Karts sind zu schwach für unsere Gewichtsklasse, aus den Kurven heraus sind die leichten Fahrer im Vorteil.

Als siebter und zeitgleich letzter Teilnehmer meiner Gruppe komme ich leicht zu spät zur Einführung, in der ein Mitarbeiter die Funktion der Karts sowie die Bedeutung der bunten Fahnen erklärt. Gerade Letzteres sollte für Motorsportfans keinerlei Neuheit darstellen. Beim Kart galt es zu beachten, dass man nicht gleichzeitig Gas und Bremse tritt, da dies zu Aussetzern führt und man dann eine kurze Zeit lang nur noch im Rollbetrieb unterwegs ist. Nachdem wir überflüssigen Balast abgelegt und Helme angezogen hatten, bekamen wir unsere Karts der Reihenfolge nach zugeteilt. Dementsprechend durfte ich das Feld von hinten aufrollen.

Wobei aufrollen nicht so ganz passte. Natürlich kannte ich weder die Karts, noch die Strecke und musste mich dementsprechend erst einmal eingewöhnen. Und tatsächlich überholte ich auch einige Fahrer, was aber weniger meinen Fahrkünsten, sondern eher derem fahrerischen Unvermögen geschuldet war. Und so drehte ich Runde für Runde, den Blick immer wieder auf einen der Monitore mit den Rundenzeiten und Positionen gerichtet. Zweitweise war ich immerhin Vierter in meiner Gruppe, manchmal aber auch nur Sechster.

Nach etlichen Runden – mir taten schon die Handgelenke und Unterarme weh, hatte ich einen für mich brauchbaren Rhythmus gefunden, klemmte die ganze Zeit hinter einem anderen Fahrer, der mir auf der Geraden wegen seines Mindergewichts zwar wegziehen konnte, im Kurvengeschlängel aber immer panisch nach hinten schielte, wenn ich mich heranbremste.

Lange Rede, gar kein Sinn:  ich war zu langsam beim Kartfahren. Oder anders gesagt: das 6,5 PS-Motörchen war leider nicht ausreichend, um mir zu einer besseren Platzierung zu verhelfen. Die hohe 33er Zeit reichte in der Gruppe zwar für einen Platz im Mittelfeld, aber die Top10 lag in 32er Zeiten und für mich somit Welten entfernt. Aber nächstes Jahr bin ich hoffentlich uHu (unter Hundert [Kilo]) und wollen wir doch mal sehen …

7 Gedanken zu „Bin ich zu schwer oder ist der Motor zu schwach?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.