Renault Alpine A110 Berlinette 1600 SX

1961 kam die (Renault) Alpine A110 als Nachfolger des A108 auf den Markt und wurde bis 1977 gebaut, obwohl deren Nachfolger A310 bereits ab 1971 angeboten und dann die folgenden Jahre parallel gebaut wurde. Der französische Sportwagen, der auch Berlinette genannt wurde – wie es auch auf dem Heck des hier gezeigten Wagens mit der Aufschrift “Alpine Renault berlinette 1600 SX” zu lesen ist -, wies aufgrund seiner Kunststoffkarosserie nur ein sehr geringes Leergewicht von rund 600 bis 700 kg auf, so dass mit den unterschiedlichen recht kleinen Renault-Motoren mit einem Hubraum von 1 bis 1,6 Litern und Leistungen zwischen 48 und 140 PS teils erstaunliche Fahrleistungen möglich waren.

Renault Alpine A110 Berlinette 1600 SX vorne rechtsLeider bot so aufgrund ihrer kompakten Maße von rund 3,85 m Länge und einer Höhe von durchschnittlich 1,12 m eher kleingewachsenen Fahrern Platz. Außerdem hat die Französin den Ruf, nicht sonderlich zuverlässig zu sein. So ganz kann das nicht stimmen, wie diverse Rennerfolge belegen. Dennoch ist das Thema A110 kein leichtes. Es gab Mängel bei der Verarbeitung im Innenraum. Außerdem gab es dort Wasser, das seinen Weg von draußen herein fand. Die Elektrik gilt als “abenteuerlich” und kann für Probleme sorgen. Eine Art Schwachstelle, aber kein richtiger Mangel an sich, ist der enge Motorraum, der Wartungsarbeiten nicht gerade zur Freude werden lässt.

Zu den wirklichen Schwachstellen zählen die Rahmenausläufer und Rohre, auf denen die Plastikkarosse sitzt. Diese können rosten und sorgen so für entsprechenden Ärger. Leider sind diese Stellen nicht leicht zu finden, was eine Begutachtung eher erschwert. Die Hardyscheibe der Renault Alpine-Lenkung sollte in puncto Verschleiß genauestens beäugt werden, ebenso die Achsbuchsen.

Renault Alpine A110 Berlinette 1600 SX hinten rechtsDer Kauf einer Renault Alpine A110 ist eh kein einfacher, denn viele Fahrzeuge befinden sich nicht mehr im Originalzustand, wurden teils wild getunt und optisch verschandelt. Außerdem gab es zwischen 1967 und 1971 rund 3.500 bulgarische Lizenzbauten. Die Ersatzteillage ist relativ entspannt, nachgefertigte Teile weisen aber unter Umständen nur eine mindere Qualität auf. Originalteile sind selten und in manchen Fällen wie zum Beispiel Teilen für die Gordini – Motoren sehr teuer. Ansonsten halten sich die Kosten aber in einem für das Alter typischen Rahmen.

Weitere Bilder zur Renault Alpine A110 findet ihr hier:

Peugeot 403 – Peugeots erster Stückzahlmillionär

Im Gegensatz zum Franzosen, wird vielen Menschen hierzulande der Peugeot 403 eher kein Begriff sein. Und dabei haben sie ihn unbewusst schon diverse Male gesehen, vorausgesetzt man mochte Krimiserien im Fernsehen. Denn Peter Falk fuhr ein Peugeot 403 Cabriolet in der TV-Serie “Columbo” und verhalf dem Wagen nach seiner Bauzeit noch zu einem etwas gesteigerten Bekanntheitsgrad.

Peugeot 403Dabei hatte der 403 dies gar nicht nötig. Immerhin war er der erste Peugeot, der in seinen zahlreichen Varianten über eine Millionen Mal gebaut wurde und somit Peugeot zu einem internationalen Großserienhersteller machte. Der Peugeot wurde in mehr Länder verkauft, als jemals ein anderes Modell aus dem Hause Peugeot zuvor.

Im Laufe der Produktionszeit von 1955 bis 1967 gab es verschiedene Karosserievarianten des Peugeot 403. Alles begann mit einer viertürigen Limousine, dann gab es noch einen Kombi namens Peugeot 403 Break, den Familiale mit sieben oder acht Sitzen, einen geschlossenen Lieferwagen mit drei Türen, einen Pickup sowie ein Coupé und das bereits erwähnte Cabriolet.

Anfänglich werkelte unter der Haube ein Benzinmotor mit vier Zylindern, der aus 1,5 Litern Hubraum 58 PS schöpfte und dem Peugeot 403 je nach Variante und entsprechend unterschiedlichem Gewicht zu einer Höchstgeschwindigkeit von 122 bis 135 km/h verhalf. Ab 1959 bot Peugeot erstmals in größeren Stückzahlen Selbstzündermotoren in Personenkraftwagen an. Die Diesel hatten einen Hubraum von 1,9 Litern und leisteten 48 PS. Ab 1960 gab es dann einen Ottomotor mit 1,3 Litern und einer Leistung von 54 PS.

Obwohl der Peugeot 403 eine recht lange Zeit gebaut wurde, gab es nur wenige Veränderungen. Ab 1958 gab es für den bis dahin blinkerlosen Wagen endlich runde Blinker, die unterhalb der Scheinwerfer positioniert wurden. In Deutschland werden diese gerne bei älteren Fahrzeugen nachgerüstet, da hierzulande eine Warnblinkanlage auch zwingend vorgeschrieben ist. Eine weitere Modifikation gab es 1961, als man den mit reichlich Chromzierrat und Mittelstrebe versehenen Kühlergrill durch eine schlichtere Version ersetzte.

Heutzutage ist die Auswahl an Peugeot 403 eher gering und an zwei Händen abzuzählen. Die Preise begannen bei bei einer aktuellen Stichprobe im Internet bei rund 3.000 Euro für eine Limousine und endeten bei utopischen 48.000 Euro für ein Cabriolet in Frankreich. In Deutschland war auch ein Cabrio das teuerste Angebot, mit 18.500 Euro aber weit unter dem französischen Anbieter.

Opel Manta B 400 Trainingsauto von 1983

Während der Opel Manta B allgemein aufgrund seiner von 1975 bis 1988 währenden Bauzeit aktuell noch den Spagat zwischen Oldtimer und Youngtimer vollzieht, ist der hier vorgestellte Wagen zumindest seit letztem Jahr eindeutig ein Oldtimer. Es handelt sich nämlich um ein Trainingsauto aus dem Jahr 1983: einen Opel Manta B 400.

opel-manta-b-400-front-rechtsVorgestellt wurde der sportliche Ableger des Manta B 1981 auf dem Auto-Salon in Genf / Schweiz. Er galt als Nachfolger des Ascona 400 Rallyewagens, war als reines Wettbewerbsfahrzeug gedacht, musste aber aufgrund des Reglements der damaligen Gruppe B zwecks Homologation in geringer Stückzahl auf dem normalen Markt angeboten werden.

Unter der Haube des Rallye-Manta kam ein Reihenvierzylinder zum Einsatz, der einen Hubraum von 2,4 Litern aufwies. Betrug die serienmäßige Leistung noch fast schon bescheiden anmutende 144 PS, die mit dem knapp unter einer Tonne wiegenden Rallyewagen auch schon leichtes Spiel hatten, konnte er in den Rennversionen je nach Ausbaustufe bis zu 275 PS leisten, die für ordentlichen Vorschub sorgten.

opel-manta-b-400-boxengasse-neu-02Der hier gezeigte Wagen, der im Rahmen der Wiedereröffnung der alten Boxengasse an der Nürburgring Nordschleife 2011 ebenfalls die Strecke unsicher machte, bringt es auf ebenfalls beachtliche 240 PS. Er ist Teil der historischen Sammlung der Adam Opel GmbH und des Öfteren bei solchen Veranstaltungen anzutreffen, gerne auch mal von Prominenten pilotiert. Er erreicht, je nach Hinterachsübersetzung eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h. Diese ist aber nicht ganz so wichtig wie die Beschleunigung aus den Kurven heraus. Verzögert wird mittels vier Scheibenbremsen.

Bis 1984 wurden gerade einmal 245 Exemplare des Opel Manta B 400 gebaut. Die Kunden hatten dabei die Wahl zwischen dem schmalen Standardmodell oder einer Breitbauversion, wie sie hier auf dem Bild zu sehen ist. Vorne kamen dabei breitere GFK-Kotflügel zum Einsatz, hinten wurden die Kotflügel mittels GFK-Anbauteilen entsprechend verbreitert. Dementsprechend breiter waren natürlich auch die bei dieser Version verbauten Reifen, die vorne eine Dimension von 225 und und hinten sogar 285 aufwiesen.

opel-manta-b-400-seiteDie geringe produzierte Stückzahl und der Renneinsatz lässt vermuten, dass nicht wirklich viele Fahrzeuge überlebt haben. Eigentlich schade, denn bei obigen Veranstaltungen ist der Wagen immer ein Publikumsmagnet und hat so gar nichts mit dem Proll-Image des Mantas zu tun. Nachfolgend noch weitere Fotos des Wagens:

Gesichtet: Flottes VW Bulli Wohnmobil auf der Autobahn

Wir befinden uns auf der linken Spur einer dreispurigen Autobahn, überholen diverse Fahrzeuge. In einiger Entfernung entdecke ich auf der mittleren Spur einen schönen VW Bulli der T2 Baureihe – ob T2a oder T2b weiß ich nicht – ich kann das nur unterscheiden, wenn ich die Front sehe. Mein Beifahrer macht ein erstes Foto.

VW Bulli T2 - Bild 1In der Hoffnung, schnell dran zu sein, um weitere schöne Bilder machen zu können, bleibe ich links, doch es dauert ungewöhnlich lang, bis wir endlich näher kommen.

VW Bulli T2 - Bild 2Als wir endlich auf gleicher Höhe sind, blicke ich auf den Tacho, der rund 140 km/h anzeigt. Es fällt auf, das der Bus tiefer liegt und die großen Räder sehen irgendwie nach Audi aus, was bei der Umdrehungsgeschwindigkeit aber nur schwer zu sagen ist.

VW Bulli T2 - Bild 3Mit Serie hatte der Volkswagen also nur von der Gesamtoptik her etwas zu tun, die Technik schien dagegen nicht mehr original zu sein. Ich muss zugeben, dass ich den auch gern fahren würde. Gerade als Wohnmobil, wie hier auf den Bildern zu sehen.

Porsche 959 – DER deutsche Supersportwagen der 80er Jahre

Den Sprint von 0 auf 100 km/h in unter 4 Sekunden zu schaffen, ist schon lange kein Unterfangen mehr, dass nur Zweirädern gelingt. Auch der Porsche 959 brauchte gerade einmal 3,7 Sekunden für den Sprint und nicht ganz 10 weitere Sekunden später hatte die Tachonadel die 200 km/h-Marke erreicht. Schluss war erst 117 km/h später bei einer Höchstgeschwindigkeit von erstaunlichen 317 km/h. Erstaunlich, weil wir vom Jahr 1986 sprechen, in dem der 959 das schnellste Serienfahrzeug der Welt mit Straßenzulassung war.

Porsche 959Um diese Fahrleistungen zu ermöglichen, standen dem Supersportwagen aus Zuffenhausen immerhin 450 PS zur Verfügung, die er dank Biturbo-Aufladung aus einem klassischen Boxermotor mit sechs Zylindern und 2,85 Litern Hubraum schöpfte. Das maximale Drehmoment lag bei 500 Nm. Die Kraftübertragung erfolgte dabei mittels 6-Gang-Schaltgetriebe auf alle vier angetriebenen Räder. Interessanterweise galt der Wagen in der komfortabel ausgestatteten Version im Vergleich zum direkten Konkurrenten Ferrari F40 als viel zu schwer und zu behäbig zu fahren. Ich halte das angesichts der Werte aber eher für Jammern auf hohem Niveau.

Die Tatsache, dass der Porsche 959 seinen Ursprung im Rallye-Sport findet und eigentlich nur zur Homologation gedacht war, erklärt vielleicht die niedrige überhaupt gebaute Stückzahl, die je nach Quelle variiert. Laut Porsche waren es 113 Stück 1987 und 1988 auch noch mal 179 Stück, was insgesamt also 292 Fahrzeuge bedeuten würde. Man konnte den Porsche 959 aber nicht einfach so bestellen, er wurde damals erst einem ausgewählten Kreis an Kunden zum Kauf angeboten. Die Neuwagenkäufer wurden aufgrund der Seltenheit und der hohen Nachfrage in die Pflicht genommen, den Wagen innerhalb der ersten 6 Monate nicht zu veräußern, um Spekulationsgeschäften vorzubeugen. Denn der ohnehin schon nicht niedrige Neuwagenpreis von 420.000 DM (umgerechnet also rund 210.000 Euro) war Ende der 80er Jahre nichts, es sollen sogar Preise von über 1 Millionen Mark aufgerufen worden sein.

Die acht nachproduzierten Fahrzeuge, die Porsche 1992 auf den Markt brachte, kosteten neu sogar fast 750.000 DM und sind heute sehr gesucht. Der heutige Wert dieser acht Porsche 959 lässt sich in Ermangelung von Marktbewegung nicht beziffern, die Preise für die “normalen” 959 lagen 2008 / 2009 so in etwa zwischen 150.000 bis 250.000 Euro, für gut gepflegte Exemplare eventuell auch mehr. Eine aktuelle Stichprobe im Internet brachte keinen einzigen Treffer, so dass ich zum aktuellen Preisgefüge keine Aussage treffen kann. Laut einer bekannten Oldtimerzeitschrift soll der Wert je nach Zustand aber bis zu 445.000 Euro betragen. Viel Spaß beim Sparen oder Lottospielen!

Gesichtet: Mercedes-Benz 220 Cabriolet B (W187)

Vor geraumer Zeit, noch in Simmerath lebend, kam mir auch mal der ein oder andere Oldie vor die Linse. So staunte ich einmal nicht schlecht, als ich auf dem Weg zum örtlichen Lebensmitteldiscounter an einem anderen Parkplatz vorbeikam, wo ich diesen alten Mercedes erblickte, der den weiten Weg aus Bayern in die Nordeifel angetreten hatte. Das wird sicherlich mit einer damaligen Oldtimerveranstaltung in der Gegend zu tun gehabt haben.

Mercedes-Benz 220 Cabriolet W187 FrontZum Benz: Es handelt sich, wie im Titel bereits erwähnt, um ein 220 Cabriolet B der Baureihe W187, die 1951 als erster Nachkriegssechszylinder aus dem Hause Mercedes vorgestellt wurde. 80 PS wurden aus 2,2 Litern Hubraum geschöpft, die dem Cabrio eine Höchstgeschwindigkeit von rund 145 km/h erlaubten.

Mercedes-Benz 220 Cabriolet W187 HeckAllerdings bin ich felsenfest davon überzeugt, dass der Besitzer dieses Klassikers selbigem diese Höchstgeschwindigkeit trotz des weiten Heimwegs nicht mehr abverlangte. Vermutliche wurde er auf einem Trailer überführt.

Jaguar C-Type – die Rennversion des Jaguar XK 120

Liest man Jaguar C-Type, könnte man auf die Idee kommen, der Autor habe sich vertan und wollte über den klassischen und vor allen Dingen allseits bekannten Jaguar E-Type schreiben. Doch es handelt sich tatsächlich nicht um einen Schreibfehler, sondern um eine eigentlich falsche Modellbezeichnung. Richtig heißt der C-Type nämlich Jaguar XK 120 C, wobei das “C” in diesem Fall für Competition, also auf deutsch Wettbewerb, steht.

Jaguar C-Type XK 120 C Seite und HeckDas zeigt auch gleich, von wem die Rennversion abstammt: vom Jaguar XK 120, über den ich hier im Blog kürzlich auch schon geschrieben hatte. Obwohl der C-Type, wie er dann meistens genannt wurde, für den Rennbetrieb konzipiert war, was an der kleineren Windschutzscheibe oder den alternativ verwendeten kleinen Einzelscheiben vor den beiden Sitzplätzen und weiterer Details wie zum Beispiel dem Fehlen der Stoßstangen zu erkennen ist, waren viele davon mit einer Straßenzulassung versehen. Das war notwendig, da viele Fahrzeuge auf eigener Achse zu den Rennveranstaltungen anreisten.

Jaguar C-Type XK 120 C Fahrersitz1951 wurde der Jaguar C-Type das erste Mal auf der Rennstrecke eingesetzt und konnte beim 24-Stunden Rennen in Le Mans sofort einen Sieg einfahren. Der verbesserte Motor aus dem XK 120 schöpfte im C-Type 200 bhp aus 3.442 ccm. Die verhalfen dem Wagen zu Spitzengeschwindigkeit von rund 230 km/h. Zur Verzögerung kamen vier Trommelbremsen zum Einsatz. Im Laufe der Jahre stieg die Leistung des C-Type an. Veränderungen an der Karosserie wurden vorgenommen, um weiterhin mit der Konkurrenz mithalten zu können. Um der jährlich steigenden Leistung gerecht zu werden, kamen 1953 schon vereinzelt Scheibenbremsen zum Einsatz, da die erwähnten Trommelbremsen mit der Leistung überfordert waren.

Jaguar C-Type XK 120 C Cockpit1954 wurde der C-Type dann konsequenterweise durch den D-Type abgelöst. Bis dahin waren 53 Jaguar C-Type, sowie ein Übergangsprototyp auf einem C-Type-Gitterrohrrahmen entstanden. Heute ist es nicht ganz so leicht einen dieser Wagen zu erstehen, denn es gibt auch Repliken der Originalfahrzeuge, was dann aber am Preisunterschied doch recht leicht zu erkennen ist. Der hier gezeigte Wagen aus dem Jahr 1953 ist wohl echt und schöpft nach Angaben des Besitzers 270 PS aus dem 3,5 Liter Sechszylinder.

Anzeige: Volvo Art Session 2014 – Final Timelapse

Bereits zum vierten Mal veranstaltete der Schweizer Ableger des schwedischen Autobauers die Volvo Art Session. Hierbei handelt es sich um ein Kunstprojekt, bei dem jedes Jahr ausgewählte Künstler ein Kunstwerk rund um ein Fahrzeug aus dem Hause Volvo kreieren. Dies findet an prominenter Stelle in der Schweiz statt, nämlich am Züricher Hauptbahnhof.

Die Volvo Art Session 2014 fand vom 15. bis 18. Mai statt und startete mit einer Eröffnung am Abend des 15. vor einer großen 3D-Installation, in der ein Volvo XC60 die Hauptrolle spielte. Am 16.05.2014 setzte der österreichische Künstler Nychos sein Projekt um und demontierte einen Volvo Xc90 auf interessante Art und Weise, um ihn und sein Interieur dann nach seinen Vorstellungen in Szene zu setzen.

Am 17. Mai 2014 war der Tag des Berliner Künstlers Bartek Elsner, der seine Installation des “menschlichen Fahrzeugs” vor den Augen der interessierten Passanten und Reisenden schuf. Am letzten Tag kam dann das Künstlerduo Apocalypse Mon Amour zum Zuge, bei denen das Thema Mikrokosmos zum Tragen kam.

In dem Timelapse-Video Video kann man nun alle Kunstwerke und deren Entstehung bestaunen. Weitere Informationen zu der ganzen Aktion (auch der vergangenen Jahre) kann man auch unter www.volvoartsession.com finden. Der Besuch lohnt sich!

Der Ferrari F40 – Enzo Ferraris letztes Projekt

Ich war etwa 13 oder 14 Jahre alt und autoverrückt, als ich damals in einer Autozeitschrift vom neuen Ferrari F40 las, den Enzo Ferrari anlässlich des 40-jährigen Firmenjubiläums bauen ließ. Es war das letzte Projekt, das unter seiner Regie entstand. Und es war ein tolles Projekt, denn die Daten des Supersportwagens waren nicht nur für einen Jugendlichen wie mich beeindruckend.

Ferrari F40 tiefUnd während ich nun in Sachen Alter mit der Modellbezeichnung gleichgezogen habe, hat der F40 bereits den Status als Youngtimer erlangt, dabei aber kaum etwas von seiner Faszination verloren. Die technischen Daten sind noch immer beeindruckend: 479 PS aus nur 3 Litern Hubraum, der V8 war mit zwei Turboladern versehen. Dies verhalf dem nur rund 1.100 kg leichten Wagen in unter 5 Sekunden auf 100 km/h, wobei es hier sehr auf den Gasfuß des Fahrers ankam. Verschiedene Tests mit dem 1987 präsentierten Wagen brachten unterschiedliche Werte zu Tage, da der Ferrari F40 trotz 335er Hinterreifen doch arge Probleme mit der Traktion hatte und daher Zeit liegen ließ. Gute Fahrer sollen den Sprint in 4 Sekunden geschafft haben. Die Elastizität ist seine Stärke, denn von 100 auf 200 km/h vergingen auch nur geringe 6,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit lag laut Ferrari bei 324 km/h. Damit zählte er damals zu den wenigen Supersportwagen dieser Welt.

Ich hatte Modellautos in allen Maßstäben, Poster des F40 zierten meine Wände. Leisten können werde ich mir aber auch heute keinen echten F40. Denn während man einen Porsche 911 gebraucht vergleichsweise günstig bekommt, ist ein Ferrari F40 heute teurer als in seiner damaligen bis 1992 andauernden Produktionszeit. Und das, obwohl mehr als ursprünglich angedacht gebaut wurden. 450 Stück sollte es geben, 1.315 sollen gebaut worden sein. Der Neupreis lag bei rund 444.000 DM, also rund 230.000 Euro. Nach Enzo Ferraris Tod schnellten die Preise in die Höhe, ein F40 wechselte sogar für umgerechnet fast 1,4 Millionen Euro bei einer Auktion den Besitzer.

Ferrari F40 OriginalMittlerweile waren die Preise mal wieder runtergekommen, aber unter 300.000 Euro war dennoch kein Wagen zu bekommen. Eine Stichprobe im Internet vor einigen Jahren ergab gerade einmal 10 Treffer, davon nur 4 in Deutschland. Die Preise begannen bei rund 330.000 Euro und endeten bei knapp 570.000 Euro für einen angeblich noch nie zugelassen F40 mit Neuwagencharakter und gerade einmal 30 km auf dem Tacho. Eine aktuelle Suche förderte 13 Ergebnisse zu Tage, allerdings mit einer Preisspanne von rund 700.00 Euro bis gut, 1,5 Millionen Euro. Das nenne ich mal eine Wertsteigerung. Und leider lässt es die Wahrscheinlichkeit, mal solch einen Wagen pilotieren zu können, gen Null tendieren.

Mini 1275GT – anders als andere Minis

Ich muss zugeben, dass mich ein Mini nie gereizt hat. Meine Körpergröße von über 1,90 m verträgt sich mit diesen britischen Miniaturautos irgendwie nicht so recht. Bei einem Bekannten hatte ich mal auf dem Beifahrersitz Platz genommen und wusste da schon nicht, wohin ich meine Beine packen sollte. Die Vorstellung, auch mal hinter dem Lenkrad zu sitzen, strich ich ganz schnell wieder von meiner Wunschliste. Ansonsten finde ich die Dinger natürlich ganz pfiffig, das Fahrverhalten soll dem eines Gokarts ja nicht unähnlich sein und mit den richtigen Motoren gehen die kleinen Flitzer von der Insel wohl auch ganz ordentlich vorwärts.

Mini 1275GT FrontAls ich beim Nürburgring Revival 2011 aus einiger Entfernung in den Reihen der Besucherfahrzeuge einen roten Kleinwagen wahrnahm, dachte ich sofort an eines der bekannten Mini-Modelle und schenkte dem Wagen daher keine weitere Beachtung. Auf dem Rückweg sah ich den Wagen allerdings von vorne und war doch ein wenig verwirrt, denn die üblich rundliche Front mit dem knuffigen Gesicht war hier nicht vorhanden. Vielmehr erblickte ich eine eckige Front mit großem schwarzen Kühlergrill aus Kunststoff. Ein rotes “GT” war dort zu sehen.

Aus der Nähe betrachtet gab ein Schriftzug innerhalb eines Streifendekors auf der Seite zwischen den Radhäusern Aufschluss. Es handelte sich bei dem kleinen Flitzer um einen Mini 1275GT, der zwischen 1969 und 1980 – anfänglich sogar parallel zum “normalen” Mini – gebaut wurde. Als sportliche Variante des Mini beherbergte er den aus dem Mini Cooper S bekannten Motor mit dem Namen nach 1275 ccm. Dennoch war der 1275GT nicht ganz so schnell wie das berühmtere Pendant. Dafür aber wohl günstiger beim Kauf und im Unterhalt.

Der Mini 1275GT, der unter der “Herrschaft” von British Leyland entstand, war der erste Mini, der einen Drehzahlmesser hatte. Außerdem gab es für den Mini erstmalig für ein Auto überhaupt einen Run-flat-Reifen, der im Falle eines Platten nicht auseinanderfiel und mit dem man mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h weiterfahren konnte. Zudem war der Wagen besser ausgestattet als die typischen Minis. Aber reingepasst hätte ich vermutlich dennoch nicht.